Warten auf den Ex-Weltmeister

Nach Trier geht die Reise für den SK Schwäbisch Hall: Dort trifft sie an diesem Wochenende auf die Gastgeber und auf Hockenheim, das womöglich mit einem bekannten ehemaligen Weltmeister aufwartet.

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Das Haar ist ergraut: Der ehemalige Schachweltmeister Anatoli Karpow (rechts) beim Eintrag in das goldene Buch der Stadt Bietigheim-Bissingen im Jahr 2011. Neben ihm Oberbürgermeister Jürgen Kessing.  Foto: 

Erstmals im neuen Jahr müssen die Herren des SK Schwäbisch Hall an die Bundesliga-Bretter. Bereits am heutigen Freitag macht sich der Tross auf nach Trier. Dort kommt es morgen zum Duell mit dem SV Hockenheim, tags darauf mit den Gastgebern der SG Trier.

Der SV Hockenheim gilt als der stärkere Gegner. Halls Mannschaftsführer Harald Barg nennt ihn den "Geheimtipp vor der Saison". Denn der SV wurde in der vergangenen Spielzeit Dritter und hatte sich gut verstärkt - unter anderem mit dem ukrainischen Europameister Alexander Moiseenko. Das Problem: Hockenheim hat bislang viermal 4:4 gespielt, mit sechs Punkten steht es nur auf Rang 10. Um von dort wegzukommen, bedarf es auch gegen Schwäbisch Hall einen Sieg.

Europapokalspieler sind für Hall in Reichweiter

Deshalb könnte einer der bekanntesten Schachspieler der Gegenwart mit dabei sein: Anatoli Karpow, Ex-Weltmeister und immer noch der erfolgreichste Turnierspieler aller Zeiten (mehr als 100 Turniersiege). Allerdings müsste Karpow gegen Hall mit den schwarzen Figuren spielen - und weiß nicht, auf wen er trifft. In der Vergangenheit hat Karpow deshalb schon auf das eine oder andere Ligaspiel verzichtet.

So ist es kein Wunder, dass die Haller Aufstellung ein großes Geheimnis ist. Während beim Heimkampf gegen Baden-Baden zumindest der Name Boris Gelfand im Vorfeld durchsickerte, herrscht diesmal absolute Ruhe. Harald Barg erklärt allgemein: "Wir haben uns viel vorgenommen und möchten uns in der Tabelle vorne halten."

Mit einem Remis gegen Hockenheim, bei dem laut Barg der hoffnungsvollste deutsche jugendliche Großmeister Dennis Wagner spielt, könnte Barg leben. Gegen Trier soll es aber einen Sieg geben. Die Gastgeber seien "unberechenbar, spielen manchmal superstark aufgestellt, manchmal mit ihrer zweiten Garde." Da Trier aber Punkte für den Klassenerhalt braucht und der zweite Gegner an diesem Wochenende der Abstiegskandidat Bayern München ist, spricht vieles für eine stärkere Aufstellung.

Wenn Schwäbisch Hall an diesem Wochenende erfolgreich ist, dann rückt auch die Qualifikation für den Europapokal näher. Dafür müsste Hall unter die ersten vier kommen. "Diese Qualifikation erscheint realistisch", meint Harald Barg und fügt mit Blick auf das gestern in Hall zu Ende gegangene Gipfeltreffen der Weltmarktführer hinzu: "Dazu brauchen wir aber einen Weltmarktführer aus dem Ländle, der uns nach Makedonien zum einwöchigen Finale begleiten würde."

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