Schachklub Hall stemmt Finanzierung für das Frauenteam

Die Hängepartie nahm ein glückliches Ende. Das Frauenteam des SK Schwäbisch Hall spielt auch in der kommenden Saison in der Schach-Bundesliga. Die Entscheidung fiel kurz vor Meldeschluss.

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Die Georgierin Nino Batsiashvili spielt seit mehreren Jahren für den SK Hall. Auf dem Bild konzentriert sie sich auf ihre nächsten Züge.  Foto: 

Auf der Hauptversammlung im März verkündete Vorstand Michael Riedel, dass Sponsorengeld fehle. Deshalb sicherte man zunächst den Spielbetrieb des Männerteams. Die Damen wurden vorläufig angemeldet - mit dem offen kommunizierten Hinweis, diese abzumelden, wenn kein weiteres Sponsorengeld komme.

Teamkapitän Mario Meinel stellte daraufhin sein Amt und das des Schriftführers noch auf der Hauptversammlung zur Verfügung. Am 31. Juli musste die Mannschaftsmeldung abgegeben werden. "Buchstäblich in letzter Sekunde" habe die Finanzierung gestanden, wird Vorstand Michael Riedel auf der Internetseite des Schach-Tickers zitiert. Der zweite Vorstand Harald Barg erläutert: "Es stand lange 50:50. Letztlich sind es private Geldgeber, die den Spielbetrieb ermöglichen." Die Erleichterung ist spürbar - beim SK genauso wie bei den Verantwortlichen der Frauen-Bundesliga, die ansonsten den Spielplan neu erstellen hätten müssen.

Neuer Haller Teamkapitän ist Gregor Krenedics, der noch bis Sonntag auf Schach-Reise im russischen Kasan ist. Er wird zudem von Thomas Marschner unterstützt werden. Die beiden können auf nahezu die gleiche Mannschaft wie in der vergangenen Saison bauen. Lediglich das Nachwuchstalent Sandra Weber wechselte zu Stuttgart-Wolfbusch. Dafür hat man einen starken Neuzugang: Die 27-jährige georgische Team-Weltmeisterin Bela Khotenashvili wird an Brett 1 spielen. "Sie ist eine gute Freundin von Nino Batsiashvili", erklärt Krenedics. Batsiashvili spielt schon seit Längerem für den SK Hall.

Die neue Saison beginnt am Wochenende 26./27. September. Hall spielt in Niederwiesa gegen die Gastgeberinnen und die Rodewischer Schachmiezen. "Für diese Begegnungen steht die Aufstellung", verrät Krenedics.

Je nachdem, ob die Spitzenspielerinnen häufig oder weniger häufig zum Einsatz kommen, ist Hall eine starke oder eine mittelstarke Mannschaft. Eine Platzierung im "ersten Drittel" strebt Krenedics an.

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