Schach: SK muss zum letzten Doppelspieltag der Saison nach Bremen

Es geht um den dritten Platz in der Endabrechnung. Der Schachklub Schwäbisch Hall freut sich auf die besondere Atmosphäre.

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Der Israeli Evgeny Postny (rechts) saß bislang bei sieben Partien für den SK Schwäbisch Hall am Brett. Auf dem Bild konzentriert er sich auf seinen nächsten Zug gegen den Solinger Erwin L'Ami.  Foto: 

Auch so kann man mit der Schachabteilung umgehen: Während der FC Bayern München seine "Klötzchenschieber" kaum unterstützt und diese wohl aus der Bundesliga absteigen werden, ist beim SV Werder Bremen der Zusammenhalt auch räumlich spürbar. Die Schachspieler dürfen ihre Heimspiele in den Platinlogen des Weserstadions austragen.

Zu der besonderen Atmosphäre passt der sportliche Wettstreit. Denn an diesem Samstag will der SK Schwäbisch Hall mit einem Sieg über den SV Werder diesen vom Bronze-Rang der Tabelle verdrängen. Halls Mannschaftsführer Harald Barg freut sich aufs Saionfinale: "Platz 4, also das Ergebnis der vergangenen Saison, ist uns fast nicht mehr zu nehmen, so dass wir locker aufspielen können."

Halls zweiter Gegner Turm Emsdetten zieht sich zurück

Das besondere Ambiente - im Haller Team sind einige Fußballfans - soll beflügeln. Zudem könnte es sein, dass ein ehemaliger Nationalspieler vorbeischaut: Marco Bode ist Aufsichtsratsvorsitzender des SV Werder Bremen und spielt in seiner Freizeit gerne Schach.

Gegen Bremen sieht Barg seine Mannschaft in leichter Außenseiterrolle, am Sonntag soll gegen Emsdetten, das sich nach Saisonenende freiwillig aus der Bundesliga zurückziehen wird, ein Sieg her. In Emsdetten würden stabile finanzielle Mittel und personelle Kräfte fehlen, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Vereins. Momentan belegt Turm Emsdetten den achten Platz. Die Haller sollten insgesamt aber stärker besetzt sein.

Hall wird mit mindestens zwei Weltklassespielern in Bremen an den Brettern sitzen. "Ohne die geht es in der stärksten Liga der Welt einfach nicht", stellt Barg fest. Dabei wird er aber auf den 26-jährigen Chinesen Li Chao verzichten müssen, der zeitgleich in Stavanger beim Altibox Norway Chess 2016 gegen Weltmeister Magnus Carlsen und andere Starspieler antreten wird.

Zeitgleich kann die SG Solingen den Dauermeister OSG Baden-Baden vom Thron stoßen. Nach zehn Titeln in Folge läuft die OSG Gefahr, diesmal "nur" Zweiter zu werden. Solingen spielt zu Hause gegen Hockenheim und Griesheim. Mit zwei Siegen wäre die SG zum zwölften Mal in ihrer Vereinsgeschichte Deutscher Meister.

Barg zieht aus Haller Sicht bereits im Vorfeld ein positives Fazit: "Die Saison war insgesamt spannend, schön und bis auf das Hamburg- Spiel erfolgreich." Gegen den Hamburger SK gab's eine so nicht erwartete 2,5:5,5-Niederlage. Schafft Hall den Sieg gegen Werder, wäre die Hamburg-Pleite schnell vergessen.

Info SV Werder Bremen - SK Schwäbisch Hall, Samstag, 14 Uhr; SK Schwäbisch Hall - Turm Emsdetten, Sonntag, 10 Uhr.
Alle Spiele gibt es live auf www.schachbundesliga.de

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