Schach-Bundesliga Damen: SK Hall gewinnt beide Partien in Leipzig mit 5,5:0,5

Im Gegensatz zu den Haller Schach-Herren haben die Damen noch eine realistische Chance auf den Titel. Gegen die beiden Leipziger Teams gibt es am Doppelspieltag zwei eindeutige Siege.

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Zwei Siege nach der studienbedingten Pause: Die Hallerin Jana Zpevakova (links) notiert ihren Zug in der Partie gegen Katja Amann von der SG Leipzig. Foto:Gregor Krenedics

Nachdem beim Doppelspieltag im Dezember in Hall Nikoläuse für die Spielerinnen überreicht worden waren, gab es im Leipziger Sportforum beim Bundesligaaufeinandertreffen der Haller Schachdamen mit den Leipziger Gastgebern der Jahreszeit angemessen Osterhasen. Beide Begegnungen gegen die am Tabellenende stehenden Leipziger Mannschaften SG und Allianz konnten klar mit 5,5:0,5 gewonnen werden.

Am Samstag leisteten die Spielerinnen der SG Leipzig härteren Widerstand als das klare Ergebnis vermuten ließ. Am Ende setzte sich aber an fast allen Brettern die deutlich höhere Spielstärke der Hallerinnen durch. Alleine Petra Papp, die mit einem grippalen Infekt angeschlagen ins Rennen ging, konnte ihre Partie relativ ungefährdet gewinnen. Insbesondere Irina Bulmaga und Karina Ambartsumova mussten schwer um den Sieg kämpfen. Ambartsumova behielt in Zeitnot, das heißt immer knapper werdende Bedenkzeit, die Nerven. Bulmaga konnte ein kompliziertes Endspiel nach über fünf Stunden für sich entscheiden. Nur an Brett 6 gelang der 17-jährigen Leipzigerin Lena Halas ein Remis im Jugendduell mit der gleichaltrigen Sandra Weber aus Neckarsulm, die fast direkt vom schriftlichen Abitur ans Brett gekommen war.

Am Sonntag ging Schwäbisch Hall relativ schnell mit 3:0 gegen Allianz Leipzig in Führung durch Siege von Irina Bulmaga, Petra Papp und Jana Zpevakova, die nach ihrer studienbedingten Pause beide Partien des Wochenendes gewinnen konnte. Die Führung bauten Sandra Weber und Karina Ambartsumova auf 5:0 aus. Dabei hatte Ambartsumovad Gegnerin Pech, da sie die Bedenkzeit überschritt. Nur die Partie am Spitzenbrett zwischen Deimante Daulyte und der Leipzigerin Petra Schulz endete remis. Ein schöner Erfolg für die Leipzigerin gegen die Haller WM-Teilnehmerin.

Obwohl es keine Internet-Liveübertragung der Partien aus Leipzig gab, konnten Zuschauer die Begegnungen im angebotenen Internet- Liveticker verfolgen, eine gute Idee auch für künftige Begegnungen, wenn die technischen Möglichkeiten für eine Übertragung der Partien nicht gegeben sind.

Schwäbisch Hall steht weiter auf Platz 3 mit einem halben Brettpunkt weniger als Bad Königshofen. In der letzten Runde in Friedberg in drei Wochen kommt es zum entscheidenden Spiel um die Vizemeisterschaft zwischen beiden Mannschaften, die auch zur Teilnahme am Europacup berechtigt. Platz 3 ist den Hallerinnen schon jetzt nicht mehr zu nehmen, damit ist Schwäbisch Hall einer der stärksten Bundesligaaufsteiger aller Zeiten. Im Falle einer Niederlage von Baden Baden in einer der letzten beiden Runden ist sogar ein Stichkampf um den deutschen Meistertitel noch möglich.

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