Viel Technik und Bridge im selben Haus

Der Berliner Senat unterstützt die Großveranstaltung. So viel Technik wie noch nie wird in Berlin eingesetzt.

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Erstmals seit drei Jahren wird wieder eine zentrale Endrunde gespielt. Dennoch ist es eine Premiere, denn zum ersten Mal sind die Bundesligen der Männer und Frauen vereint an einem Ort. Dass man bislang teilweise unterschiedliche Wege gegangen ist, liegt auch an der Struktur. Die Bundesliga der Männer ist ein eingetragener Verein, firmiert als „Schachbundesliga e.V.“.

Ausrichter der Endrunde sind die Schachfreunde Berlin. Für einen Schachverein ist eine solche Großveranstaltung finanziell kaum zu stemmen. Deshalb gibt es Unterstützung vom Berliner Senat und auch vom Schachbundesliga e.V. Der Schauplatz ist der Saal Maritim des gleichnamigen Hotels in der Nähe des Brandenburger Tors. Das Hotel ist fest in Händen der Schachspieler und nahezu ausgebucht.

Die wenigen freien Plätze im Hotel könnten vor allem Bridgespieler für sich beanspruchen. Denn im Maritim-Hotel findet an diesem Wochenende die German Bridge Trophy statt. Auch dort ist die hiesige Region vertreten: Christian Schwerdt aus Vellberg, mehrfacher Deutscher Meister und WM-Teilnehmer, spielt mit.

Für den SK Hall ist eine zentrale Endrunde Neuland. Bei der Austragung 2013 war Hall gerade in die 2. Bundesliga Süd aufgestiegen. Mannschaftsführer Harald Barg & Co. kiebitzten damals im Schloss Schwetzingen. „Das war ein tolles Erlebnis“, erinnert sich Barg gern. „Diesmal wird es sicher auch sehr schön, aber dennoch ganz anders, denn wir sind nun in einer Weltmetropole.“

Technisch betrachtet wird es die bislang anspruchsvollste Endrunde: Die 100 Bretter – alle sind verkabelt – werden so platziert, dass die Zuschauer vor Ort jede Partie hautnah verfolgen können. Zusätzlich gibt es Videoübertragungen auf eine Leinwand. Der Großmeister Klaus Bischoff, der sonst für den FC Bayern München spielt, wird live kommentieren, Kameras übertragen per ­Livestream das Geschehen ins Internet. Die Schachfreunde Berlin organisieren Blitzturniere, an denen auch Zuschauer teilnehmen können. Zudem präsentiert die Emanuel-Lasker-Gesellschaft eine Ausstellung, die das Leben und Wirken des bislang einzigen deutschen Schach-Weltmeisters beleuchtet.

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