Überall zufrieden Gesichter

Florian Röser und Sabrina Mockenhaupt gewinnen bei der 33. Auflage des Schwäbisch Haller Dreikönigslaufs – und wollen 2019 wiederkommen.

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Gruppenbild mit der Bühlerzeller Tanzgarde Rubin im großen Ratssaal: Siegerin Sabrina Mockenhaupt (vorne sitzend), die drittplatzierte Nicole Möbus (hinten, Zweite von links), Sieger Florian Röser (hinten Mitte), neben ihm Danny Schneider und die zweitplatzierte Katja Wölfl (hinten, Zweite von rechts).  Foto: 

Winken, Lächeln, Freude. Wer den Start des Dreikönigslaufs gesehen hat, der kann nachvollziehen, warum diese Veranstaltung mittlerweile zu einem Volkslauf geworden ist. Bekannte und Verwandte laufen gemeinsam und deren Bekannten und Verwandten wiederum stehen an der Strecke und feuern an. „Es war dieses Mal unterwegs noch mehr los als im vergangenen Jahr“, meinten die beiden Sieger Florian Röser und Sabrina Mockenhaupt unisono bei diesem Rekord-Dreikönigslauf. Erstmals wurde die Marke von 2000 Finishern überschritten.

Diese beiden waren erneut die sportlich herausragenden Protagonisten: Röser siegte zum vierten Mal in Folge, Mockenhaupt zum insgesamt fünften Mal. Für beide ist es ein gelungener Start ins neue Sportjahr. Mit 31:44 Minuten war Florian Röser nur zwölf Sekunden langsamer als im vergangen Jahr. „Bedingt durch den Regen war der Kies an manchen Stellen in den Ackeranlagen rutschig“, meinte der Läufer des TV Konstanz, der vollauf zufrieden war.

Dank an Christian Döring

Das galt auch für Sabrina Mockenhaupt. Sie habe zuletzt enorm viel Krafttraining absolviert, „deshalb habe ich Angst, dass ich den Arsch nicht hochbekomme“, hatte die rheinische Frohnatur mit einem Lachen vor dem Start ins Mikrofon von Moderator Hartwig Thöne gesagt. Deshalb seien die 35:15 Minuten ein gutes Ergebnis. „Ich bin zu schnell angegangen und war dann heilfroh, dass Christian da war.“ Damit war Christian Döring gemeint. Der Vorzeigeläufer der TSG Hall, im vergangenen Jahr baden-württembergischer Meister mit der 3x1000-Meter-Staffel, lief den Dreikönigslauf als Vorbereitung für die Hallensaison. „Ich glaube, dass sie froh war, dass ich da war und ich war froh, dass sie da war“, meinte der Haller mit einem Lächeln. Soll heißen: Die beiden haben sich gegenseitig gepusht. Döring kam als Elfter in 35:07 Minuten ins Ziel.

Bei der Siegerehrung auf dem Rathausbalkon, Flower Ceremony genannt, war auch Danny Schneider mit dabei. Der Bühlertanner freute sich riesig über den zweiten Platz. „Im Grunde genommen ging es für uns doch um den Platz hinter Florian Röser“, meinte er mit einem Augenzwinkern, „denn er ist einfach zu stark.“

Als die Läufer nach den ersten fünf Kilometern in den Start/Ziel-Bereich kamen, war die Verfolgergruppe von Florian Röser noch zusammen. Sie bestand aus Schneider, Miguel Rossi, Markus Hauber, Ulrich Königs, Simon Friedrich und Vasily Leminskiy. „Ich wollte bis Kilometer 6 auf der Abwärtspassage das Tempo anziehen. Das hat dann Miguel gemacht. Ich konnte das Tempo mitgehen und bin dann später an ihm vorbei“, berichtete Schneider. Rossi war der Überraschungsmann des Laufs. Der Italiener zeigte ein beherztes Rennen, war aber nach der Zeremonie auf dem Balkon so schnell weg, dass er auf den offiziellen Siegerbildern fehlte.

Vierfach-Sieger Röser

Laut der ersten Ergebnisliste kamen insgesamt 952 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Ein Läufer musste auf den letzten Metern gestützt werden, so sehr hatte er sich verausgabt. Im Ziel brach er zusammen, wurde dort sogleich von den Kräften des Deutschen Roten Kreuzes versorgt. Bemerkenswert vorbildlich war das Verhalten der Läufer, die das mitbekamen. Sie bildeten eine menschliche Kette, um die die nachfolgenden Finisher herumlaufen mussten. So konnten DRK-Mitarbeiter weitestgehend ungestört dem geschwächten Läufer helfen. Ihm ging es bald wieder besser, es blieb ein Einzelfall.

Die zweite Runde sei die „zum Genießen, die Ehrenrunde“, rief Moderator Hartwig Thöne den Läufern zu. Den Gesichtern im Ziel zufolge genossen diese, wenn nicht schon auf der Strecke, dann doch das Gefühl, es geschafft zu haben. Und damit schloss sich der Kreis zu den Spitzenathleten. „Im Ziel müssen einem die Beine weh tun“ hatte Röser vor dem Lauf halb ernst gemeint. Das war auch diesmal bei dem nun vierfachen Hall-Sieger der Fall. Er wird Anfang Februar einige Rennen der Crosslauf-Serie am Bodensee bestreiten, dann ins Trainingslager gehen und im Anschluss ein 10-Kilometer-Rennen bestreiten.

Für Sabrina Mockenhaupt steht alles im Zeichen der Europameisterschaften, die im August im Berliner Olympiastadion ausgetragen werden. Deshalb fliegt sie an diesem Montag nach Andalusien ins Trainingslager. Zuvor gab sie auf dem Rathausbalkon noch das Versprechen ab, auch 2019 in Schwäbisch Hall, diesem „netten, kleinen Städtchen“, an den Start gehen zu wollen. Da wollte Florian Röser nicht nachstehen. Auch der Konstanzer will wieder dabei sein und hat die Möglichkeit der erste fünffache Sieger des Dreikönigslaufs zu werden.

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