Starke zweite Halbzeit

Die Frauen der TSG Schwäbisch Hall besiegen den TSV Willsbach mit 14:11.

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Rebecca Hörmann lässt sich von zwei Willsbacherinnen nicht aufhalten.  Foto: 

„Das müsste es gewesen sein“, meint Fritz Bernhardt, der Trainer der Haller Handballerinnen. Gemeint ist der Klassenerhalt der TSG. Zwar hat der TSV bislang ein paar Spiele weniger bestritten als Hall, doch angesichts der bisher gezeigten Leistungen kann sich niemand vorstellen, dass Willsbach noch fünf Punkte holen wird.

So kam dieser Begegnung eine enorme Bedeutung zu. Doch das schien kaum einen Haller zu interessieren. Fünf Minuten vor Beginn der Partie sitzen auf der Tribüne der Schenkenseehalle genau zwei Zuschauer – und diese sind Freunde der Willsbacher Spielerinnen. Mit Anpfiff der Partie kommen dann doch noch einige Zuschauer mehr, unter ihnen der Torwart der Handball-Männer Jakob Janle.

Zwar beginnt Hall furios – nach neun Sekunden trifft Celine Eichhorn zum 1:0 –, doch im Anschluss ist das Niveau nicht sonderlich hoch. Willsbach verschleppt das Tempo. Es wird offensichtlich, warum dieses Team den ungefährlichsten Angriff der Liga stellt. Doch auch die TSG tut sich mit dem Torewerfen schwer. Beim Stand von 5:3 scheint Hall die Begegnung in den Griff zu bekommen, doch das Gegenteil ist der Fall. Auf einmal steht es 5:7, ehe Susan Schell kurz vor der Pause noch verkürzt.

„Ich habe mir keine Sorgen gemacht“, meint Bernhardt nach dem Spiel. Tatsächlich agiert sein Team viel schwungvoller und aggressiver nach der Pause. Bis zur 50. Minute gelingen Willsbach nur zwei Siebenmetertore, da auch Torfrau Melanie Schieber einige Bälle pariert und die Abwehr konsequent stört. So kommt Hall zu einem letztlich ungefährdeten Sieg.

In der Zukunft soll es sportlich wieder aufwärts gehen. „Mit ein, zwei Spielerinnen mehr können wir auch weiter vorne mitspielen“, ist sich Bernhardt sicher. Gegen Willsbach hatte er neun Spielerinnen, könnte bei einem größeren Kader auch mehr rotieren lassen. Die momentan verletzte Tamara Hartmann, die mit Gastspielrecht für die TSG spielte, wird in der kommenden Saison fest zur TSG kommen.

Auch im Nachwuchs tut sich etwas: Die Quantität und die Qualität seien in den jüngeren Jugendteams da, so Bernhardt. Langfristig soll Handball in Schwäbisch Hall wieder höherklassig gespielt werden.

TSG Schwäbisch Hall –
TSV Willsbach

14:11

TSG Hall: Melanie Schieber (Tor), Julia Hilcz, Anna Ziegler, Rebecca Hörrmann (2), Carolin Abt (2), Celine Eichhorn (3), Britta Kriegel (1), Susan Schell (5/1), Viktoria Bergunter (1).

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