Seibold und Naundorf holen Drei-Berge-Cup

In Obersontheim ist die Entscheidung um den Drei-Berge-Cup gefallen. Die Favoriten haben sich durchgesetzt.

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Wo sonst die Bezirksliga-Fußballer des TSV Obersontheim über den grünen Rasen wetzen, kommt am Karsamstagnachmittag kein Ball ins Spiel. Stattdessen erwärmen und dehnen viele Athleten ihre Muskeln auf dem Fußballfeld. Die Sportler nehmen kurze Zeit später die Zehn-Kilometer-Distanz beim Obersontheimer Osterlauf in Angriff. Die Veranstaltung bildet den dritten und abschließenden Lauf des Drei-Berge-Cups.

Während die Zehn-Kilometer-Starter sich noch aufwärmen, hat Franziska Sonnet ihr Rennen bereits absolviert. Souverän gewinnt sie den Lauf über fünf Kilometer in 20:28 Minuten. Das Besondere: Sie kommt sogar vor allen anderen männlichen Teilnehmern ins Ziel. „Es war ganz schön windig. Nach drei Kilometern habe ich mich von den Jungs abgesetzt. Am Ende war niemand mehr bei mir, der mich hätte ziehen können. Sonst wäre noch eine bessere Zeit möglich gewesen“, sagt Sonnet mit dem strahlenden Lächeln einer Siegerin. Währenddessen begrüßte Streckensprecher Jörg Vahrenhorst praktisch jeden Läufer mit seinem Namen im Ziel: In einer Hand hält er das Mikrofon und in der anderen die Namensliste mit den Startnummern. „Das klappt immer ganz gut, ich hab’ das beim Drei-Berge-Cup ja schön öfter gemacht“, erzählt Vahrenhorst. Die Läufer zieht es nach dem Zieleinlauf erstmal zum Verpflegungsstand, wo Tee, Wasser und Kuchen ausgegeben werden. 200 Liter Wasser und ungefähr dieselbe Menge an Tee stehen für insgesamt rund 600 Teilnehmer bereit, sagt Vahrenhorst.

Gleichauf an der Wendeplatte

Als Sonnet sich bereits wieder umzieht, versammeln sich immer mehr Menschen im Startbereich des Osterlaufs. Freunde und Angehörige der Zehn-Kilometer-Läufer wünschen den mehr als 160 Läufern viel Erfolg. Die beiden Führenden der Gesamtwertung bei den Männern, Routinier Günter Seibold (TSV Crailsheim/Jahrgang 1967) und Luel Gebrengus (TSG Schwäbisch Hall/Jahrgang 1993) geben sich vor dem Start noch fair die Hand. Ein paar Augenblicke danach laufen sie in der ersten Startreihe los. Nachdem die Läufer den Start-Ziel-Bereich verlassen, verteilen sich die Zuschauer entlang der Strecke. Nach rund einer Viertelstunde tauchen Seibold und Gebrengus wieder an der Wendeplatte in der Nähe von Start und Ziel auf. Die beiden haben schon zur Hälfte des Rennens einen klaren Vorsprung.

Entscheidung in Runde zwei

Auf der zweiten Runde setzt sich dann Seibold von seinem Kontrahenten ab. Im Ziel hat er 21 Sekunden Vorsprung. Seibold braucht 36:30 Minuten für die zehn Kilometer, Gebrengus 36:51 Minuten. „Nach sieben Kilometern habe ich am Anstieg Druck gemacht. Da ist er dann zurückgefallen. Danach habe ich das Rennen kontrolliert“, sagt Seibold, der auch in der Gesamtwertung vorne liegt. Der Wind habe für ihn keine große Rolle gespielt. „Es ist gigantisch, das ich so gewinnen kann. Ab einem gewissen Alter rechnet man nicht mehr damit“, so Seibold.

„Ich bin mit meiner Zeit zufrieden. Aber es war schon etwas kalt“, erzählt Luel Gebrengus. Der Mann aus Eritrea ist mit Handschuhen gelaufen. Auch über den zweiten Platz in der Gesamtwertung freue er sich. Als nächstes Ziel steht für ihn der Öhringer Stadtlauf an diesem Sonntag an.

Etwas knapper verläuft die Entscheidung bei den Frauen. Siegerin Anja Naundorf erreicht nach 44:50 Minuten die Ziellinie, die Zweitplatzierte Julia von Spiegel braucht exakt 45 Minuten. „Mein Sieg hat mich schon überrascht. Ich bin nämlich erst vor acht Monaten Mama geworden“, freut sich Anja Naundorf. Juila von Spiegel ist „total zufrieden“ mit dem zweiten Platz, schließlich habe sie schon seit mehreren Jahren keine Rennen mehr bestritten. „Dass es nicht für ganz vorne gereicht hat, kann ich verschmerzen.“

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