Optimaler Start für Haller Schachfrauen

Nach dem klaren Erfolg gegen Aufsteiger Harksheide sorgt eine Umstellung für Verwirrung beim nächsten Gegner.

|

Gegen Harksheide war Schwäbisch Hall klar favorisiert. Die jungen Gegnerinnen wehrten sich von Anfang an verbissen, und bis in die dritte Stunde war kaum ein Vorteil für die Mannschaft des deutschen Vizemeisters zu erkennen. Dann ging es aber Schlag auf Schlag: innerhalb von fünf Minuten entschied sich in der Zeitnotphase um den 35. Zug eine Partie nach der anderen, so dass schon um 18 Uhr der Endstand von 6:0 für Hall feststand.

Bemerkenswert der Bundesligaeinstand von Jungtalent Annmarie Mütsch, die gegen ihre ein Jahr ältere Gegnerin Inken Köhler in unklarer Stellung Remis ausschlug und ein hohes Risiko einging, das am Ende mit dem vollen Punkt belohnt wurde.

Am vergangenen Sonntag gab es das erwartet knappe Spiel gegen den Hamburger SK. Wie in der Vorsaison gelang es Schwäbisch Hall, die Hamburgerinnen mit einer Änderung in der Mannschaft zu überraschen. Am Spitzenbrett spielte Lela Javakhishvili, georgische Teamweltmeisterin, und gab ihr Bundesligadebüt. Annmarie Mütsch pausierte. Damit rückten alle Spielerinnen ein Brett nach hinten und hebelten die Hamburger Vorbereitung völlig aus. Lela Javakhishvili traf im Spitzenspiel auf die deutsche Nummer 1 Elisabeth Pähtz, die schon letztes Wochenende mit den Dresdner Männern in Schwäbisch Hall gespielt hatte. Lela Javakhishvili konnte die Partie problemlos ausgleichen und erreichte ein sicheres Remis mit den schwarzen Figuren. In der Partie hatte, wenn überhaupt, nur sie Gewinnchancen gehabt.

Rapport siegt weiter

Überhaupt waren es die „Schwarzbretter“, die den Sieg garantierten: Deimante Daulyte und Jovana Rapport mussten zweimal mit Schwarz antreten und gewannen beide Partien. Jovana Rapport stellte damit ihre Bilanz für Schwäbisch Hall auf 5 Siege in 5 Partien. Deimante schlug mit Sarah Hoolt eine weitere im Dienste der Hamburger stehende deutsche Nationalspielerin. Remis spielten Karina Ambartsumova und Sophie Milliet, damit war die Niederlage von Ekaterina Atalik gegen die aktuell bärenstarke Polin Monika Socko nur noch Ergebniskosmetik.

Am 21. Januar kommt es in Schwäbisch Hall in den Stadtwerken zum Spitzenspiel gegen den Meister der vergangenen zwei Spielzeiten. Der Partie gegen die OSG Baden-Baden wird vorentscheidende Bedeutung hinsichtlich der Meisterschaft zugewiesen. Baden-Baden gewann seine Auftaktspiele glatt gegen zwei Aufsteiger (Bayern München und SG Augsburg). Zu dem Aufeinandertreffen im Januar werden alle Stars des Meisters erwartet, darunter drei ehemalige Weltmeisterinnen. Die Hallerinnen werden erneut versuchen gegenzuhalten, um wie im Vorjahr dem Favoriten ein Bein zu stellen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Seit zehn Jahren fehlt der Ökoausgleich für das Baugebiet

Am Rand der Haller Siedlung „Ziegeleiweg“ werden Bäume gefällt. Der Eigentümer wehrt sich: Fehlerhaft habe nicht er, sondern Landkreis und Stadt gehandelt. weiter lesen