Tischtennis: Hinten raus wird’s deutlich

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Nick Westendorf zieht die Rückhand durch. Er gewinnt sein zweites Einzel.  Foto: 

Nach dem ersten Satz gegen Tobias Binder steht Florian Saljani etwas unruhig bei der Besprechung mit Lukas Kramer. „Boah, ist mir kalt!“, flucht der 17-jährige Gnadentaler. Der erfahrene Lukas Kramer sieht es pragmatisch: „Dann beweg dich!“ Saljani tut wie ihm geheißen und spielt sein Duell souverän zu Ende. Mit 3:0 Sätzen gewinnt er gegen Tobias Binder. Es ist der Auftakt zu einer Gnadentaler Siegesserie.

Dass es letztlich zu einem 9:5 für Gnadental kommt, ist vor Saljanis Sieg nicht abzusehen. Der TTC gewinnt lediglich ein Doppel. Peng Gao und Lukas Kramer siegen ohne Probleme. „Aber wir haben sonst keine wirklich eingespielten Doppel-Paare“, erklärt Kramer das Problem. Letztlich sollte das aber keines mehr werden.

Denn die Gnadentaler gewinnen danach fast jedes Spiel. Lediglich Jörn Diemer muss nach drei Sätzen Rainer Theiß gratulieren. Diemer kam mit dem Abwehrspezialisten nicht zurecht. Reihenweise landete sein Paradeschlag, die schnelle Rückhand, im Netz. Nur im dritten Satz hält Diemer einigermaßen mit. Ab dem 8:8 macht allerdings nur noch Theiß Punkte.

Dass ein gutes Abwehrspiel die Gegner zermürben kann, ist auch bei Peng Gaos zweitem Einzel gegen Donzdorfs Spitzenspieler Andrij Sitak zu sehen. Sitak arbeitet sich am Tisch ab, Gao bringt nicht jeden, aber eben fast jeden Ball wieder zurück. Wahlweise mit viel oder wenig Unterschnitt. Mit zunehmender Spieldauer verlassen Sitak die Kräfte. Gnadentals Nummer 1 bleibt weiter ungeschlagen.

Lukas Kramer steuert ebenfalls zwei Punkte bei. Er muss jeweils über vier Sätze gehen. Den achten Punkt holt Nick Westendorf – und das dürfte dem Nachwuchsspieler Auftrieb geben. Denn im ersten Einzel präsentiert er sich ziemlich verunsichert. Donzdorfs Andreas Danzer muss nicht viel machen, außer den Ball im Spiel zu halten. Meist kommt dann der Fehler des Gnadentalers. Die Mimik spricht Bände. Da hilft auch der laute, lang anhaltende Applaus der Zuschauer nicht weiter. Sie sind im dritten Satz reichlich angetan. Westendorf und Danzer liefern sich eine lange Vorhand-Rallye, die der Gnadentaler für sich entscheidet. Spektakulär können beide Kontrahenten noch schwierige Bälle nicht nur erreichen, sondern auch für den Gegenüber unangenehm platzieren. Westendorf ballt die Faust und lächelt, es steht 7:7. Dann aber hat Danzer genug: Vier schnelle Punkte in Folge bedeuten den 3:0-Erfolg.

Letztlich holt Florian Saljani den Sieg durch seinen Vier-Satz-Erfolg gegen den Abwehrmann Rainer Theiß. Er baut damit seine persönliche Statistik in dieser Oberliga-Saison auf 5:1 aus – trotz der Kälte in der Michelfelder Sporthalle.

Nach drei Spieltagen steht der TTC Gnadental mit 4:2 Punkten auf Rang vier. Am kommenden Sonntag ist der VfR Birkmannsweiler zu Gast, der seine ersten beiden Partien gewonnen hat und damit momentan Zweiter ist.

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