Haller Schachfrauen wollen mindestens auf das Podest

Der SK Schwäbisch Hall muss zum Saisonauftakt nach Norderstedt fahren. Dort wartet auch der Vorjahresdritte Hamburger SK.

|
Elisabeth Pähtz spielt seit dieser Saison für die Hamburger Damen, am vergangenen Wochenende war sie mit der Dresdener Schachbundesligamannschaft in Schwäbisch Hall zu Gast.  Foto: 

Eine Woche nach den Herren gehen auch die Schwäbisch Haller Damen in ihre dritte Bundesligasaison. Zum Auftakt reist der deutsche Vizemeister wie schon in der letzten Runde der Vorsaison in den hohen Norden. Dieses Mal geht es nach Norderstedt kurz hinter Hamburg. Gegner sind zunächst am Samstag Aufsteiger TuRa Harksheide und im Spitzenspiel am Sonntag der Vorjahresdritte Hamburger SK.

Während die Hallerinnen gegen die junge Harksheider Mannschaft klarer Favorit sind, wird gegen die Hamburgerinnen ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Hamburg hat sich mit der deutschen Nummer 1 Elisabeth Pähtz verstärkt, die schon am letzten Wochenende für die Dresdener Schachbundesligamannschaft in Schwäbisch Hall angetreten war (die Damen dürfen sowohl in den allgemeinen Klassen als auch bei den Frauen antreten), muss dafür aber den Abgang einer anderen deutschen Nationalspielerin, nämlich Marta Michna, verkraften.

Schwäbisch Hall geht mit einer eingespielten Truppe ins Rennen, die meisten Spielerinnen sind schon seit dem Bundesligaaufstieg vor zweieinhalb Jahren oder länger dabei. Neu ist unter anderem Annmarie Mütsch aus Heilbronn. Die 14-Jährige hat in den vergangenen Monaten einen riesigen Sprung in der Spielstärke gemacht und erfüllt bereits jetzt die Voraussetzungen für den Frauen-Fidemeister-Titel (WFM) des Weltschachverbands. 2015 wurde sie in der Altersklasse U14 weiblich deutsche Vize-Meisterin. Ihre starke ELO-Zahl verdankt sie auch ihrem starken Auftritt beim Pyramiden-Cup in Fürth vor wenigen Wochen, bei dem sie fünf von sieben Partien gegen starke Gegner gewann.

Baden-Baden kommt nach Hall

Saisonziel für die Frauen des SK Schwäbisch Hall ist wieder ein Platz auf dem Siegertreppchen der Liga und, wenn sich die Chance ergibt, der Angriff auf Topfavorit OSG Baden-Baden und den deutschen Meistertitel. Zum Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister kommt es für die Mannschaft von Teamkapitän Gregor Krenedics schon in der nächsten Doppelrunde im Januar in Schwäbisch Hall.

Entscheidend wird wie immer die Verfügbarkeit der Topspielerinnen bei den Spitzenmannschaften sein, die aufgrund der vielen Turnierverpflichtungen nicht immer gewährleistet ist. Zum Beispiel finden parallel zur ersten Bundesligarunde die russische Meisterschaft und ein hochkarätig besetztes Open im französischen Cap d’Agde statt, bei beiden Turnieren sind einige Bundesligaspielerinnen am Start.

Info SK Hall – TuRa Harksheide, Samstag, 14 Uhr

SK Schwäbisch Hall – Hamburger SK, Sonntag, 9 Uhr, jeweils in Norderstedt

12 Spieltage gibt es in der Schach-Bundesliga der Frauen. Die letzten drei werden zwischen dem 29. April und 1. Mai gemeinsam mit den letzten Spieltagen der Männer-Bundesliga zentral in Berlin ausgetragen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Viel Zeit und Mühe investieren

Wer einen ausländischen Mitarbeiter einstellt, muss einiges mehr beachten als bei einheimischen Kollegen. weiter lesen