Die Meisterschaft ist zum Greifen nah

Frauen des SK Schwäbisch Hall treffen in Deizisau auf den Titelkonkurrenten Bad Königshofen und auf Rodewisch.

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Irina Bulmaga (beim öffentlichen Simultanschach anlässlich des 80-jährigen Vereinsjubiläums des SK Hall) sorgt in der vergangenen Saison für den Haller Sieg gegen Bad Königshofen.  Foto: 

Es ist die letzte Doppelrunde vor dem Saisonhöhepunkt, der zentralen Endrunde in Berlin. Für den SK Schwäbisch Hall geht es beim Reisepartner Deizisau in den Begegnungen gegen Rodewisch und Bad Königshofen um die deutsche Meisterschaft.

Mit zwei Siegen wären die Frauen fast durch im Meisterschaftsrennen. Einziger Stolperstein wäre  noch Reisepartner Deizisau, gegen den es bei der zentralen Endrunde in Berlin geht. In den letzten beiden Runden trifft Hall auf die beiden Tabellenletzten Augsburg und Bayern München – neben Schwäbisch Hall und Baden-Baden sind die Bayern der dritte Verein, der aktuell sowohl in der Männer- als auch der Frauenbundesliga spielt.

Allerdings warten am kommenden Wochenende starke Gegner: Rodewisch steht mannschafts- und brettpunktgleich mit Schwäbisch Hall an der Spitze der Liga und hat sich in den vergangenen beiden Jahren zum Angstgegner des zweimaligen Vizemeisters entwickelt. Vor zwei Jahren trat Rodewisch nur zu fünft an und erreichte dennoch ein 3:3-Unentschieden. Im Vorjahr setzte es am zweiten Spieltag für den Vizemeister eine empfindliche 1:5-Klatsche, die am Ende die Meisterschaft für Baden-Baden entschied. Dieses Jahr wollen es die Haller Damen besser machen und erstmals die Schachmiezen, so heißt der Verein aus dem Vogtland, besiegen.

Bad Königshofen wird kämpfen

Danach geht es gegen Bad Königshofen. Der Meister von 2014 schleppt den Ballast der 0:6-Niederlage gegen Tura Harksheide aufgrund eines Aufstellungsfehlers mit sich und muss unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf die deutsche Meisterschaft zu haben. Mit zwei Siegen am kommenden Wochenende hätte man es selbst in der Hand, durch einen Sieg in der Schlussrunde gegen Baden-Baden doch noch Meister zu werden. Dagegen hat natürlich Schwäbisch Hall etwas, in den beiden letzten Jahren konnte Bad Königshofen jeweils knapp geschlagen werden. Unvergessen dabei Irina Bulmagas Partie an gleicher Stelle gegen Anastasia Savina im Vorjahr, als sie ein Leichtfigurenendspiel mit zwei Bauern weniger sogar noch gewann und damit für den 3,5:2,5-Sieg sorgte.

Der SC Bad Königshofen ist insbesondere an den Spitzenbrettern stark besetzt: Star der Mannschaft ist Valentina Gunina, manchmal aufgrund ihrer taktisch angelegten Spielweise nach dem russischen Ex-Weltmeister Michail Tal als „Tal im Rock“ bezeichnet. Kaum schwächer dahinter die Chinesin Xue Zhao und mit Olga Girya eine weitere Russin.

Auf jeden Fall sind spannende Partien zu erwarten, auch Gastgeber Deizisau wird sich nicht kampflos geschlagen geben: Yuliya Naiditsch, Zoya Schleining, Hanna Marie Klek und Co. sind durchaus für Überraschungen gut.

Info SK Schwäbisch Hall – Rodewischer Schachmiezen, Samstag, 14 Uhr
SK Schwäbisch Hall – SC Bad Königshofen, Sonntag, 9 Uhr, jeweils in Deizisau

Auf der Haller Vereinsseite www.schachklub-sha.de wird es einen Live­blog geben.

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