Die Liga rüstet weiter auf

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Der Franzose Matthieu Cornette gehört fast schon zum Inventar des SK Hall. Er geht in seine fünfte Spielzeit.  Foto: 

In schöner Regelmäßigkeit mussten in der Vergangenheit Bundesliga-Mannschaften aufgeben – oder stiegen freiwillig nicht in Deutschlands Eliteliga auf, die sich als „stärkste Schachliga der Welt“ bezeichnet. Es fehlte an Geld.

In diesem Jahr hat zwar niemand das Füllhorn über den Schachsport in Deutschland ausgeschüttet, aber was sich in der Bundesliga tut, ist bemerkenswert: Auf der Namensliste der Schachfreunde Berlin taucht der Name Veselin Topalov auf. Der Bulgare war 2005 Weltmeister des Weltverbands Fide und kämpfte noch 2010 um die WM-Krone gegen Viswanathan Anand.

Die SG Trier, in der abgelaufenen Saison lediglich Elfter geworden, holte sich einen weiteren prominenten Bulgaren: Wassyl Iwantschuk, Europameister des Jahres 2004. Dies sind nur zwei der vielen namhaften Neuzugänge in der Schach-Bundesliga.

Der SK Schwäbisch Hall ist da vergleichsweise ruhig geblieben. Mit Maxim Matlakow (Russland) und dem Franzosen Jean-Pierre Le Roux gibt es zwei starke Neuzugänge. Zudem rückt ein guter Bekannter wieder ins erste Team: Mit Pavel Zpevak hat der Aufstieg des SK Hall aus der Landesliga begonnen. Vier Jahre und vier Aufstiege später war Hall in der Bundesliga angekommen.

Dass der SK Hall, in der Vorsaison Vierter, dennoch wieder oben mitspielen kann, liegt daran, dass er schon in der abgelaufenen Runde eine starke Mannschaftsaufstellung hatte. Der Chinese Li Chao, Ernesto Inarkiev (Russland) und Viktor Laznicka (Tschechien) spielten auf den renommiertesten Turnieren und in der Liga für Hall. Auch sie stehen wieder auf der Mannschaftsliste. Wie häufig sie eingesetzt werden können, hängt vom internationalen Turnierplan ab.

In der kommenden Runde, die die dritte Saison in der Bundesliga ist, streben die Haller um Mannschaftsführer Harald Barg erneut eine vordere Platzierung an. „Das Team ist gut zusammengewachsen“, freut sich Barg.

Die neue Saison startet am Wochenende 15./16. Oktober. Schwäbisch Hall hat dann gleich Heimrecht, trifft auf den starken Aufsteiger Aachen und Trier. ruf

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