Das Ergebnis ist klar, die einzelnen Partien sind es nicht

Der TTC Gnadental unterliegt dem TTC Bietigheim-Bissingen mit 4:9. Peng Gao verliert das Spitzeneinzel in fünf Sätzen.

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Peng Gao (hinten) geht tief in die Knie, um den Ball zu spielen. Sein Kontrahent Pekka Pelz erwartet den Schlag des Chinesen. Gao gewinnt dieses Duell gegen Bietigheim-Bissingens Nummer zwei in drei Sätzen.  Foto: 

Entspannt steht TTC-Mannschaftsführer Klaus Mack am vergangenen Sonntagnachmittag in der Stein­äckerhalle und schaut seinen Schützlingen zu. Auf die Frage, ob er sich angesichts der kurzzeitigen Rückkehr in die Steinäckerhalle – die Sporthalle in Michelfeld ist durch eine andere Veranstaltung belegt – fünf Jahre jünger fühle, antwortete er mit einem Lachen: „Ja, natürlich.“ In der alten Spielstätte will Gnadental dem TTC Bietigheim-Bissingen Paroli bieten.

Doch das erweist sich als sehr schwierig, obwohl Mack optimistisch ist: „Das ist Daniels Halle, er gewinnt.“ Damit meint er Daniel Horlacher, Gnadentals Nummer 2, der in der Steinäckerhalle schon so manche herausragende Partie absolviert hat. Er bekommt es mit Bietigheim-Bissingens Nummer 1, Takumi Ichinose, zu tun. Der Japaner spielt seit Beginn der Rückrunde für die Gäste, die mit ihm den Aufstiegsrelegationsplatz anpeilen. Schon das Einspielen lässt erahnen, was auf Horlacher zukommt. Es ist ein sehr, sehr schnelles Tempo, das Ichinose anschlägt.

Horlacher nimmt das Tempo auf. Im Spiel hält er in den ersten beiden Sätzen mit, doch in den  entscheidenden Momenten, bei jeweils einer 10:9-Führung, ist der Japaner besser, gewinnt letztlich 3:0. Horlacher akzeptiert seine Niederlage. „Takumi ist wirklich gut“, lobt er seinen Kontrahenten, der sich später mit Peng Gao ein besonderes Match liefern sollte.

Kramer ist unzufrieden

Parallel zu Horlachers Begegnung schimpft sich Lukas Kramer durch seine Partie mit Momcilo Bojic. Die entscheidenden Punkte holt meist der Gnadentaler, dennoch ist er unzufrieden mit seiner Leistung und macht seinem Ärger Luft. Als er Satz Nummer drei mit 11:9 für sich entscheidet, kann ihn das nicht besänftigen. „Ich weiß ja, was ich falsch mache“, meint er zu Klaus Mack, der ihm betont sachlich ein paar Tipps gibt. In Durchgang vier liefern sich Kramer und Bojic einige spektakuläre Ballwechsel. Kramer steht bis zu vier Meter hinter der Platte, bringt die Bälle aber mit viel Druck und Präzision zurück. Er holt den dritten Punkt für Gnadental. Als kurz darauf überraschend Ersatzmann Andreas Schilling gewinnt, steht es 4:5.

Nun kann Peng Gao, der sein erstes Einzel souverän gewonnen hat, gegen Takumi Ichinose den Ausgleich schaffen. Die ersten beiden Sätze gewinnt der Chinese, der in der kommenden Saison für Birkmannsweiler spielen wird, doch dann „hat Takumi sein Spiel umgestellt und kaum noch Fehler gemacht“, berichtet Gao. Er selbst dagegen spielt nicht fehlerlos, spürt, dass ihm die eine oder andere Trainingseinheit fehlt. Endet der dritte Durchgang noch knapp (8:11), dominiert Ichinose die Sätze vier und fünf (11:3 und 11:2). „Er war einfach besser“, gibt Gao zu. Im Anschluss verlieren auch Horlacher, Kramer und Saljani. Die Ergebnisse sind knapp, aber letztlich steht eine 4:9-Niederlage.

Am kommenden Wochenende muss der TTC Gnadental doppelt an die Tische. Am Samstag fährt er zum VfR Birkmannsweiler, am Sonntag empfängt er den Vorletzten SC Staig. Vor allem die letztere Partie hat eine immense Bedeutung für den Abstiegskampf. Der TTC Gnadental ist Sechster, was aber auch daran liegt, dass er bislang zwei Spiele weniger ausgetragen hat. Noch ist die Tabelle verzerrt. Nach dem kommenden Wochenende dürfte das Bild etwas klarer sein.

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