„Die Rebels sind kein normaler Tabellenvierter“

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Ingolstadt Dukes gegen Schwäbisch Hall Unicorns 20:39, American Football, GFL, Südtitel, Südmeisterschaft Manfred Löffler  Foto: 

Im vergangenen Jahr war Jordan Neuman noch als Offensive Coordinator für die Unicorns verantwortlich, mittlerweile ist er Head Coach. Vor seinem ersten Playoff-Spiel als Head Coach blickt er auf die letzten Saisonspiele zurück. Einem Rivalen traut er eine Überraschung zu.

Herr Neuman, die Ergebnisse der zurückliegenden Spiele waren nicht so eindeutig wie die zu Beginn der Saison. Wie bewerten Sie das?

Es ist richtig, dass wir kein Spiel dominiert haben, aber ich empfinde das als eine gute Sache. Wir mussten kämpfen. Zudem haben wir auch wesentlich mehr Laufspielzüge gespielt.

Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Unser Runningback Jerome Manyema kam zurück. Wir wollten ihm und auch den anderen Runningbacks, die zeitweise verletzt waren, Spielpraxis für die Playoffs gewähren. Insofern war das alles völlig in Ordnung, auch wenn es gegen Marburg enger wurde.

Hat Sie das überrascht?

Nein. Die Mercenaries haben eine sehr gute Mannschaft. Ich glaube, dass sie auch eine gute Chance haben, ihr Viertelfinale in Kiel zu gewinnen.

Vor der Saison haben Sie gesagt, dass Ihr Team mehr enge Spiele bestreiten wird müssen als in den Vorjahren. Anfangs sah es nicht so aus, doch Sie Recht behalten.

Das liegt daran, dass es in diesem Jahr keine Mannschaft mehr gegeben hat, die qualitativ deutlich abgefallen ist, wie damals die Franken Knights oder auch die Rhein-Neckar Bandits. Dazu kommt, dass wir diesmal wesentlich mehr Verletzte hatten als in den Vorjahren, zunächst in der Defense, dann in der Offense. Nun sind fast alle mit frischer Energie zurück.

Wie stark schätzen Sie die Berlin Rebels ein?

Sie sind besser besetzt als im Vorjahr, zudem ist der US-Quarterback Terrell Robinson nun wieder da. Die zwei Runningbacks sind sehr gut und auch ein Wide Receiver ist in hervorragender Form. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr ist also nicht nur die Defense stark, sondern es sind beide Mannschaftsteile.

Nicht wenige Fans in Schwäbisch Hall sprechen schon laut vom Halbfinale. Wie haben Sie das gegenüber Ihrer Mannschaft ferngehalten?

Es stimmt, ich habe das auch öfter mitbekommen. Wir Trainer haben der Mannschaft eindringlich klar gemacht, dass es so nicht ist. Wir können nicht einfach so damit rechnen, die Berlin Rebels im Vorbeigehen zu schlagen. Sie sind die Rebels kein normaler Tabellenvierter, sonst hätte es auch die Siege gegen Kiel oder auch gegen die  Dresden Monarchs nicht gegeben. Wir werden extrem gefordert sein.

Playoff-Spiele leben immer von einer besonderen Atmosphäre. Das spürt man auch bei den Zuschauern. Inwieweit nehmen Sie das als Head-Coach an der Seitenlinie wahr?

Klar bekommen wir das mit. Wir sind ja auch etwas aufgeregter, aber natürlich gilt: Wir lieben solche Spiele!

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