Mit dem 6:2-Sieg baut der SK Hall die Tabellenführung aus

Der Letzte ist kein Stolperstein: Ohne Probleme gewinnt der SK Schwäbisch Hall gegen die Schachfreunde Neuberg 6:2. Einziger Schönheitsfehler: Erstmals in der Saison geht eine Einzelpartie verloren.

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Großmeister Matthieu Cornette (links) spielt gegen Neuberg an Brett 1 für den Schachklub Schwäbisch Hall. Der Franzose gewinnt gegen Nikolas Lubbe.  Foto: 

Die Gäste aus dem hessischen Neuberg haben einen gemeinsamen Plan: sich eingraben. Fast alle Neuberger agieren sehr defensiv, selbst die mit Weiß spielenden. Das ist verständlich, schließlich sind die Haller auf jedem der acht Bretter Favorit.

So ist es in den ersten eineinhalb Stunden eine zähe Angelegenheit. Während sich die Haller an den Brettern nach vorne kämpfen, blüht im Konferenzsaal der Haller Stadtwerke der Flachs. Harald Keilhack, Fide-Meister in Feuerbacher Diensten, kommentiert. Als er den siebten Zug des Neuberger Christian Seifert gegen Frank Zeller sieht (Bauer auf d3), spricht er von "Spielverweigerung. Den Vorteil, mit Weiß zu beginnen, hat Seifert komplett verspielt." Letztlich gewinnt Zeller nach 52 Zügen.

"Wahadi hat das Buch wohl nicht gelesen"

Ungewöhnlich steigt Ahmad Siar Wahadi in seine Partie gegen Halls Alexander Raykhman ein. Sowohl der Damen- als auch der Königsbauer preschen zwei Felder vor. "Über die Eröffnung e5 ist vor kurzem ein 600-Seiten-Buch erschienen", erzählt Keilhack. Einige Züge später fügt er hinzu: "Ich glaube aber nicht, dass Wahadi dieses gelesen hat." Nach 15 Zügen hat der Neuberger bereits beide Springer und einen Läufer verloren, Raykhman nur seine Springer. Zudem steht seine Dame günstiger, der Sieg des Hallers zeichnet sich bereits ab, nach 48 Zügen gibt Wahadi auf.

Eine Premiere gibt es am vergangenen Sonntag auch noch: Zum ersten Mal in der Saison muss Hall eine Einzelpartie abgeben. Am 4. Spieltag erwischt es Jens Hirneise, der gegen Dennis Hankel verliert. Diese Niederlage gefährdet den 6:2-Erfolg - Pavel Zpevak und Josef Mudrak spielen Remis - aber nicht.

Hall ist damit weiter auf Aufstiegskurs. Vier von neun Runden sind absolviert, der SK führt die Tabelle an. Zwar hat auch Baden-Baden II bislang alle seine Spiele gewonnen, jedoch längst nicht so souverän, die Haller haben bereits fünf Brettpunkte mehr.

Doch Mannschaftsführer Harald Barg warnt: "Jetzt kommen erst die harten Gegner." Beispielsweise der SV Hofheim, bei dem Hall am 19. Januar zu Gast sein wird.

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