Mannschaftsführer als Chauffeur

Notgedrungen mit dem Auto und mit dem Flugzeug reist der Schachklub Hall heute nach Hamburg. Beim Bundesliga-Doppelspieltag trifft Hall auf Mitaufsteiger Rostock und Bundesliga-Urgestein Hamburger SK.

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Neuzugang Mathias Womacka bei seiner Vorstellung im September.  Foto: 

Organisation ist alles, gerade beim Schach. Doch was hilft die beste Planung, wenn es zu unvorhersehbaren Dingen kommt? Zum Auftakt der Bundesligasaison hatte Hall mit dem Chinesen Li Chao geplant - dem zunächst das Visum verweigert wurde. Die Haller Schachspieler hatten sich schon auf andere Gegner vorbereitet, als Chao doch noch einreisen durfte. Das Planungswirrwarr sorgte letztlich für keine größere Unruhe: Hall holte gegen Mülheim und Solingen drei Punkte.

Nun ist der Hamburger SK, Gründungsmitglied der Schach-Bundesliga, Gastgeber. Ursprünglich wollten die Haller von unterschiedlichen Städten aus mit dem Zug anreisen. Wegen des Streiks der Lokführer sammelt Halls Mannschaftsführer Harald Barg nun einige mit dem Auto ein, andere kommen mit dem Flugzeug nach Hamburg.

Wie immer beim Schach ist die Aufstellung ein großes Geheimnis, um dem Gegner wenig Chancen zur Vorbereitung zu geben. Nur so viel lässt sich Barg entlocken: "Wir spielen mit vier Großmeistern." Dem Papier nach ist Hall also etwas schwächer besetzt als beim Liga-Auftakt. Doch dafür gibt es Gründe: Am morgigen Samstag ist zunächst Mitaufsteiger SSC Rostock 07 der Gegner. Die Nordostdeutschen gelten als eines der schwächeren Teams, werden als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt. Spielt Rostock aber in Bestbesetzung, ist es für einige Punkte gut.

Am Sonntag trifft Hall dann auf Gastgeber Hamburger SK. Nach Eigenaussage steht der SK vor einer schwierigen Saison. Beim ersten Doppelspieltag verlor Hamburg beide Partien, doch spielte es ohne seine besten sechs Akteure. Demzufolge ist Barg vorsichtig. "Das wird spannend, denn gegen uns sollten sie in Bestbesetzung antreten." Denn mit Hall reist der FC Bayern München an. Und dieser gilt auch als ein Anwärter für hintere Platzierungen. Zudem spielt Hamburg bereits heute gegen seinen Reisepartner Rostock. Die Hamburger wollen aus den drei Partien mindestens vier Punkte holen. Dass Hamburg und Rostock bereits heute spielen, ist ein kleiner Vorteil für Hall, da es sich anhand der Aufstellungen besser vorbereiten kann.

Harald Barg rechnet gegen Rostock mit einem Sieg, gegen Hamburg werde es eng werden. In jedem Falle soll der Ausflug in die Stadt, in der er fünf Jahre gearbeitet hat, erfolgreich sein. "Null Punkte für uns würde zu einer extrem schlechten Laune führen", scherzt er.

Info Die Partien (Samstag ab 14 Uhr, Sonntag ab 10 Uhr) werden live im Internet unter der Adresse

bundesliga.liveschach.net übertragen.

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