Kommentar: Oben wird die Luft dünn

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Dass die Verantwortlichen des SK Schwäbisch Hall mit dem Abschneiden ihres Herrenteams in der Bundesliga zufrieden sind, ist verständlich. Nach vier Aufstiegen in Folge haben die Haller auch im Schach-Oberhaus für frischen Wind gesorgt. Beim Saisonabschluss gab es nicht nur eine Live-Kommentierung für die Besucher vor Ort sowie für die Nutzer des Onlinestreams. Diesmal filmte eine mobile Kamera zudem das Geschehen im Stadtwerkesaal - all das hat es in der Bundesliga in dieser Art selten oder gar nicht gegeben.

Doch hat man die kommende Saison im Blick, stellt man fest: Hall hat dann nicht mehr den Bonus des Emporkömmlings, den die anderen interessiert beäugen. Die anderen Vereine wissen nun, dass Hall ein starker Konkurrent sein kann. Und um das zu bleiben, braucht der Schachklub auch Geld. Sponsoren sind aber nicht so einfach zu finden. SK-Präsident Michael Riedel findet deutliche Worte: "Hall als Zentrum des Maschinenbaus stellt sich taub, oder verschwinden unsere Anfragen im Papierkorb, ohne zum Chef zu gelangen?" Es ist schwer, Sponsoren von einer "Randsportart" zu überzeugen. Auch bei den Unicorns ging das nicht von heute auf morgen.

So bleibt die Zukunft der beiden Bundesliga-Mannschaften - die Damen können am Wochenende sogar noch Meister werden - ungewiss. Es könne sein, dass eine Mannschaft abgemeldet werden muss, so der Präsident weiter. Noch ist es nicht so weit. Aber der Imageschaden wäre groß - für den Schachsport allgemein, aber auch für den Schach-Standort Schwäbisch Hall.

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