Knapp an Überraschung vorbei

Die Regionalliga-Herren der TSG Schwäbisch Hall liefern beim Tabellenführer HD-Kirchheim ein tolles Spiel ab und unterliegen unglücklich 84:86. Damit sind die Kirchheimer dem Aufstieg nahe gekommen.

|
Ralph Idler (rechts), hier in der Partie gegen Haiterbach, ist am Samstag in Heidelberg mit 25 Punkten bester Haller. Doch das reicht nicht zu einem Sieg. Archivfoto: Guido Seyerle

-

Heidelberg - Dumm gelaufen: Flügelspieler Hannes Pfisterer hatte sich im Abschlusstraining verletzt und war zum Zuschauen verdammt. Damit wurde die ohnehin kurze Haller Bank noch einmal geschwächt, wodurch TSG-Chefcoach Jurica Puljic praktisch nur mit einer Sechser-Rotation durchspielte.

Beide Teams begannen zielstrebig und bestätigten eindrucksvoll den bisherigen Saisonverlauf. Die knappe Haller 24:22-Führung ließ früh erkennen, wo die Schwerpunkte beider Mannschaften lagen: Während die Gastgeber mit Schnellangriffen bei zudem hoher Treffsicherheit überzeugten, warfen die Flyers ein ums andere Mal ihre Größenvorteile in die Waagschale.

Im zweiten Durchgang riss kurzfristig der Faden und Kirchheim ging dank eines 10:0-Laufs mit 44:34 in Führung. Es spricht für die Einstellung der Flyers an diesem Samstag, wie sie den Rückstand bis zur Halbzeit auf lediglich nur noch 43:46 verkürzten.

Die zweite Hälfte begann erneut mit einem Paukenschlag der Heidelberger, die von ihren Fans "White Chocolate" genannt werden. Sie zogen auf 58:49 davon. Doch allen Unkenrufen zum Trotz bewiesen die TSGler mit einem knappen 63:62-Vorsprung, dass sie auch ein drittes Viertel erfolgreich gestalten können. Mehr noch: Vier Minuten vor Schluss lagen die Kocherstädter sogar mit 77:72 in Front.

Die Schlussphase war dramatisch. Eine Minute vor dem Ende brachte Dragan Damjanovic sein Team bis auf 82:83 heran. Zwischendurch waren jedoch weitere Haller Punkte auf der Strecke geblieben. So zogen die Mannen der Flyers durch ihren Drive zum Korb insgesamt vierzehn Freiwürfe, von denen sie allerdings nur die Hälfte verwandelten, was sich bei dem engen Spielausgang als Knackpunkt herausstellte. Immerhin hatte man bis zu diesem Zeitpunkt mit 73 Prozent die beste Freiwurfquote der Liga zu Buche stehen gehabt.

Das Endergebnis von 84:86, praktisch mit dem Schlusspfiff markiert, belegt in großer Deutlichkeit: Der Tabellenführer wankte, aber er fiel nicht.

Flyers-Vorstand Ottmar Moser brachte es auf den Punkt: "Mir tut die Mannschaft leid, die aufopferungsvoll gekämpft hat, um dann doch noch mit leeren Händen dazustehen. Leider hat uns durch den großen Kräfteverschleiß in der einen und anderen Situation etwas die Konzentration und damit das Quäntchen Glück gefehlt."

Am Samstag kommt der Tabellenzweite Schwenningen nach Hall.

TSG Hall: Viktor Buchmiller (9 Punkte), Radovan Cavlin (19, 2 Dreier), Dragan Damjanovic (24,2), Ralph Idler (25,3), Domen Janezic, Marko Krmpotic, Jozef La Rosa (7), Julian Gais, Trim Salihu

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Fröhliches Jagen im kalten Winterwald

Links und rechts der Schmerach wird vergangenen Samstag gejagt. Eine Wildsau, drei Rehe, zwei Hasen und zwei Füchse werden erlegt. weiter lesen