Haller Schach-Damen treffen in Friedberg auf Baden Baden

Auf den Meisterschaftsfavoriten Baden Baden treffen die Haller Schachdamen am Samstag im hessischen Friedberg. Außerdem steht dort die Partie gegen die Schachfreunde Deizisau auf dem Programm.

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Auch auf Nino Batsiashvili, hier bei der Blitzschachmeisterschaft 2014 des SK Hall, ruhen die Hoffnungen des aufstrebenden Schachvereins.  Foto: 

Die verlustpunktfreien Schwäbisch Haller Schachfrauen bekommen es in der Doppelrunde im hessischen Friedberg mit dem ebenfalls noch verlustpunktfreien Spitzenreiter und Meisterschaftsfavoriten aus Baden Baden zu tun. Dabei hoffen die Hallerinnen auf die Überraschung, die ihre männlichen Kollegen Anfang Dezember gegen die Männer aus Baden Baden knapp verfehlt hatten.

Kapitän Mario Meinel baut insbesondere auf den Teamgeist in der Mannschaft, die vermutlich insbesondere an den vorderen Brettern nominell unterlegen sein wird - immerhin hat Baden Baden mit Anna Muzychuk und Viktorija Cmilyte zwei Spielerinnen in ihren Reihen, die Inhaber des Großmeistertitels der Männer sind. Dahinter hat Annas Schwester Marija Muzychuk ebenfalls eine Elo (Wertungszahl) oberhalb der magischen 2500er-Marke, die eine Grundvoraussetzung für das Erringen des Titels ist.

Die Haller Spielerinnen waren in den vergangenen Wochen bei einer Vielzahl von Turnieren im Einsatz und stellten ihre gute Form unter Beweis. So gewann Nino Batsiashvili die georgische Frauenmeisterschaft, bei der allein fünf Teilnehmerinnen eine Elozahl oberhalb von 2400 vorweisen konnten. Sie ließ unter anderem die Weltranglistenzehnte Bela Khotenashvili hinter sich. Zum Vergleich: in Deutschland gibt es mit Elisabeth Pähtz, die in der Bundesliga für Bad Königshofen an den Start geht, überhaupt nur eine Spielerin mit einer Elozahl zwischen 2400 und 2500.

Die Haller Aufstellung wird natürlich nicht verraten, um den Gegner hinsichtlich der Eröffnungsvorbereitung möglichst lange im Unklaren zu lassen. Aber es ist klar, dass beide Mannschaften versuchen werden, mit der stärkstmöglichen Besetzung anzutreten. Es wäre keine Überraschung, wenn nur Spielerinnen an den Brettern sitzen, die mindestens den Frauengroßmeistertitel führen. In den letzten Jahren ist Baden Baden gegen die Topteams der Bundesliga immer mit sechs der ersten sieben gemeldeten Spielerinnen angetreten, was die Haller Vorbereitung erleichtern sollte.

Bei einem Sieg von Schwäbisch Hall gegen Baden Baden wäre das Meisterschaftsrennen wieder komplett offen, da Schwäbisch Hall und das ebenfalls zu den Titelaspiranten gehörende Bad Königshofen in der letzten Runde im April noch aufeinandertreffen.

Am Sonntag kommt es in Friedberg noch zum württembergischen Derby gegen die Schachfreunde Deizisau.

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