Deutsche Handballer starten EM mit Kantersieg

Titelverteidiger Deutschland hat in seinem Auftaktspiel bei der EM in Kroatien mit Montenegro keine Mühe und siegt locker mit 32:19 (17:9). Allerdings musst Andreas Wolff verletzt vom Feld. Am Montag wartet Slowenien.

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  • Uwe Gensheimer war Deutschlands bester Werfer. 1/4
    Uwe Gensheimer war Deutschlands bester Werfer. Foto: 
  • Deutschlands Julius Kühn (l) steigt zum Wurfversuch in die Luft. . Foto: Monika Skolimowska 2/4
    Deutschlands Julius Kühn (l) steigt zum Wurfversuch in die Luft. . Foto: Monika Skolimowska Foto: 
  • Bundestrainer Christian Prokop (r) feuert Paul Drux an der Seitenlinie an. Foto: Monika Skolimowska 3/4
    Bundestrainer Christian Prokop (r) feuert Paul Drux an der Seitenlinie an. Foto: Monika Skolimowska Foto: 
  • Deutschlands Bank jubelt nach einem Tor. Foto: Monika Skolimowska 4/4
    Deutschlands Bank jubelt nach einem Tor. Foto: Monika Skolimowska Foto: 
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Ein bisschen mehr Gegenwehr hätten sich die deutschen Handballer schon gewünscht. „Auf dem Video hat Montenegro einen guten Eindruck gemacht“, sagte Rechtsaußen Patrick Groetzki. Auf dem Feld war davon aber nichts zu sehen. „Das war aber auch unsere Schuld, dass Montenegro so schlecht war“, meinte Patrick Wiencek. Mit einer starken Abwehr und einem guten Andreas Wolff im Tor ließ Deutschland den Gegner nie ins Spiel kommen und setzte sich zum EM-Auftakt in Zagreb klar mit 32:19 (17:9) durch. Bester deutscher Werfer war Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Treffern.

Janke sieht Rot

Bundestrainer Christian Prokop hatte bei seiner ersten Partie bei einem großen Turnier die beiden Leipziger Maximilian Janke und Philipp Weber in die Startformation beordert. Weber war es auch, der den Deutschen zu einem guten Start verhalf und drei der ersten vier Treffer erzielte. Janke musste kurz vor dem Ende der Partie nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld. „Gleich im zweiten oder dritten Länderspiel Rot zu sehen, das hat vor ihm wahrscheinlich nur Oliver Roggisch geschafft“, flachste Wiencek nach dem Spiel.

9:0-Lauf sorgt für klare Verhältnisse

Bis zum 4:3 konnte der Außenseiter noch mithalten, dann gelang dem Team von Trainer Dragan Djukic elf Minuten kein Erfolgserlebnis mehr. Tor um Tor zog der Europameister davon und führte beim 13:3 erstmals zweistellig. Es entwickelte sich ein Handball-Langweiler, so dass in der 14.000 Zuschauer fassenden Arena Zagreb keine richtige Stimmung aufkommen wollte. Angesichts der nicht einmal zur Hälfte besetzten Halle, war man weit von dem Hexenkessel entfernt, vor dem im deutschen Lager gewarnt worden war.

Wolff muss verletzt vom Feld

Da Wolff weiter stark hielt und die Kräfte bei Montenegro nachließen, wurde es in Halbzeit Zwei nicht spannender. Für gelegentliche Aufreger sorgten lediglich die mitunter kleinlichen Zwei-Minuten-Strafen der Schiedsrichter. Allerdings verletzte sich Wolff zehn Minuten vor dem Ende und musste vom Feld. Der Keeper signalisierte Prokop jedoch nach der Partie, dass „es nicht so schlimm ist“.

Als in der 39. Minute Jannik Kohlbacher zum 22:12 traf, war klar, dass die Partie nicht mehr als eine bessere Trainingseinheit für das deutsche Team darstellt. Zumal bis auf Kleinigkeiten die Konzentration in Abwehr und Angriff hochgehalten wurde. Prokop, der den klaren Verlauf nutzte, um alle Spieler einzusetzen, war entsprechend zufrieden. „Ich freue mich, dass wir so einen souveränen Auftritt im Gesamtpaket zeigen konnten“, sagte der 39-Jährige.

Nach dem lockeren Aufgalopp wird das deutsche Team am Montag (18.10 Uhr/live ARD) gegen den WM-Dritten Slowenien mehr gefordert sein, als beim 32:19-Kantersieg gegen Montenegro.

Tore für Deutschland: Gensheimer 9/5, Drux 5, Kohlbacher, Kühn, Weber, Weinhold je 3, Wiencek, Häfner je 2, Reichmann, Fäth je 1.

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