Privates oft im Vordergrund

Häufig haben bei den TSG-Handballern Spieler gefehlt. Das Team konnte sich so nicht einspielen. Das Resultat ist der Abstieg aus der Bezirksliga.

|

„Früher haben die Spieler ihre privaten Termine nach dem Spielplan ausgerichtet. Aber das ist heute zum Teil nicht mehr so“, erzählt Fritz Bernhardt. Seit fünf Jahren leitet er die Handball-Abteilung der TSG Schwäbisch Hall. Nun müssen er und der gesamte Verein den Abstieg der Herren-Mannschaft aus der Bezirksliga verkraften.

Weil das Private oft im Vordergrund stand, fehlte dem Team die Konstanz. Wechselnde Aufstellungen führten dazu, dass sich die Mannschaft nicht einspielen konnte. „Die Qualität des Teams hat dann variiert, je nachdem welche Schlüsselspieler nicht zur Verfügung standen“, erklärt Bernhardt. Die schwankenden Leistungen durchzogen die komplette Saison. „Wir haben zuhause den Tabellenführer und späteren Meister Degmarn-Oedheim geschlagen. Bei der dortigen Auswärtspartie sind wir ohne Auswechselspieler angetreten und haben ein Unentschieden erreicht“, erinnert sich Bernhardt. Danach folgten aber wieder Niederlagen, auch gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich.

Neuer Trainer kommt

Bald soll der Abstieg mit dem Team analysiert werden. „Wir haben zum Beispiel mit Jakob Janle vielleicht sogar den besten Torhüter der Liga, aber wir kassieren die zweitmeisten Gegentreffer. Da müssen wir schauen, woran das gelegen hat“, sagt Bernhardt.

Wie das Team im kommenden Jahr aussehen wird, werde man sehen, so der Abteilungsleiter. Klar ist, dass es eine Veränderung auf der Trainerbank geben wird. Lutz Rheinsberg wird die Mannschaft in der Bezirksklasse nicht mehr betreuen. Sein Nachfolger steht schon so gut wie fest, den Namen will Bernhardt allerdings noch nicht verraten.

Ob der Abstieg ein Rückschlag ist? Bernhardt glaubt, dass der Neuaufbau eine Liga tiefer vielleicht leichter wird: „Die jüngeren Spieler können dort mehr Verantwortung übernehmen, weil der Druck nicht so hoch ist.“ Dies könne für ihre Entwicklung besser sein, weil die Jüngeren wohl mehr Spielanteile bekommen könnten.

In der nächsten Saison gilt es, sich wieder zu stabilisieren. „Natürlich ist es unser Ziel, in Hall höherklassigen Handball zu bieten. Aber dazu müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Die Abteilung kann die Rahmenbedingungen schaffen, aber das Team und der Trainer müssen es auch umsetzen“, so Bernhardt. Hoffnung macht ihm die Jugendarbeit im Verein. „Wir haben dort einen regen Zulauf und sind voll im Soll. Da wird auch Qualität für die Herrenmannschaft nachkommen.“ In den ersten fünf Jahren seiner Amtszeit hat sich der Abteilungsleiter vermehrt um den Nachwuchsbereich gekümmert. In den kommenden fünf Jahren will er das Augenmerk auf die Aktiven legen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Fröhliches Jagen im kalten Winterwald

Links und rechts der Schmerach wird vergangenen Samstag gejagt. Eine Wildsau, drei Rehe, zwei Hasen und zwei Füchse werden erlegt. weiter lesen