Löw: „Wir müssen uns Richtung WM weiter verbessern“

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Joachim Löw kündigte für das abschließende Spiel in der WM-Qualifikation personelle Änderungen an. Foto: Christian Charisius  Foto: 

Fragen an Bundestrainer Joachim Löw in der Pressekonferenz nach dem 3:1 in der WM-Qualifikation in Nordirland und zur dadurch gesicherten Teilnahme am WM-Turnier 2018 in Russland.

Das WM-Ticket ist gesichert. Wie fällt Ihre Bilanz der WM-Qualifikation aus?

Joachim Löw: Die Bilanz fällt sehr positiv aus. Die Zielsetzung war, dass wir die Gruppe dominieren wollen, dass wir das kompromisslos durchziehen, dass wir keine Punkte abgeben. Das ist uns gelungen. Von daher können wir mit dem Spiel und mit der geschafften Qualifikation absolut zufrieden sein. Kompliment an die Mannschaft, dass sie das so durchgezogen hat.

Gönnen Sie sich darauf ein Glas Rotwein und darf die Mannschaft in den Pubs von Belfast feiern?

Löw: Das nicht. Das wäre nicht professionell. Wir haben am Sonntag ein Spiel in Kaiserslautern vor 30 000 Fans. Da wollen wir mit einem Sieg nachlegen. Mit zehn Siegen wäre es die erfolgreichste Quali in der Historie. Es ist ein Grund, sich zu freuen, das tun wir auch. Aber wir sind auch vor dem Spiel davon ausgegangen, dass wir das schaffen.

Beginnt für Sie jetzt die Experimentierphase für die WM?

Löw: Für Sonntag wird es auf jeden Fall Wechsel geben. Ich glaube, dass es jetzt die Möglichkeit gibt, anderen Spielern, die heute nicht gespielt haben, eine Chance zu geben. Genaues weiß ich noch nicht. Ich muss den Zustand der Mannschaft anschauen.

Was muss bis zur Weltmeisterschaft noch passieren?

Löw: Wir haben jetzt noch den Quali-Abschluss gegen Aserbaidschan. Dann spielen wir im November gegen England und Frankreich. Das sind natürlich Mannschaften, die auf starkem Niveau agieren. Da wird sicher einiges gefordert sein. Um uns auf die WM vorzubereiten gehen wir nach Südtirol. Der Feinschliff passiert immer dann, wenn wir drei, vier Wochen zusammen sind.

Was gilt es, konkret zu verbessern?

Löw: Ich weiß aus Erfahrung, dass die Zeit des Einspielens, die Zeit der Automatismen erst in der Vorbereitung kommt. Aber wir wollen jedes Spiel nutzen, um anderen Spielern die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln und uns als Mannschaft weiterzuentwickeln. Es gibt schon viele Dinge, an denen wir arbeiten müssen in den nächsten Monaten.

Es gab bis vor Kurzem noch Problemzonen in Abwehr und Angriff. Sind die noch akut?

Löw: Auf der Position des Außenverteidigers haben wir nur Joshua Kimmich, der immer auf ganz hohem Niveau spielt. Auch im Sturm fällt immer mal wieder einer durch Verletzung aus. Aber, wenn ich jetzt an Argentinien denke, die haben Higuain, Agüero, Messi, Dybala. Wir müssen genau schauen, wie wir die Positionen auf gleichem Niveau besetzen können.

Wie bewerten Sie die ersten 30 Minuten? Sind die der Maßstab?

Löw: In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind früh in Führung gegangen, haben auch nachgelegt. Wir hatten das Spiel absolut unter Kontrolle. Insgesamt bin ich zufrieden. Aber wir müssen uns Richtung WM weiter verbessern. Da kommen andere Gegner auf uns zu. Es war absolut in Ordnung heute. Wir haben gemacht, was wir tun mussten. Aber es gibt Spiele, da findet ein höheres Tempo und eine höhere Intensität statt. Steigern müssen wir uns beim Turnier bei jedem Spiel.

Haben Sie sich schon für ein WM-Quartier entschieden?

Löw: Wir sind das in dieser Woche mal durchgegangen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie das Turnier für uns ablaufen kann. Wir haben zwei, drei Optionen für ein Quartier. Ich tendiere dazu, dass wir die Auslosung am 1. Dezember abwarten und dann eine Entscheidung treffen. Spätestens dann wissen wir, welcher Weg im Turnier für uns wahrscheinlich ist.

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