Spieler unter fremder Beobachtung

Der Tura stemmt sich am Sonntag gegen die drohende Niederlage. Doch Ludwigsburg ist in allen Belangen ein wenig besser und gewinnt verdient 1:0.

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Der Untermünkheimer Stürmer Michele Varallo (schwarz, links) versucht es in der ersten Hälfte mit dem Hinterkopf.  Foto: 

Wenn Spieler von Verantwortlichen eines höherklassigen Vereins beobachtet werden, zeigen sie meist nicht ihre beste Leistung. Der deutsche Nationaltrainer Jogi Löw erlebt das in der Bundesliga sehr oft.

Am Sonntag stehen gleich drei Trainer beziehungsweise Co-Trainer des Verbandsligisten TSV Ilshofen beim Spiel Tura gegen Ludwigsburg unter den 150 Zuschauern. Wen sie im Auge haben, wollen Ralf Kettemann, Geza Taschner und Jochen Müller nicht verraten. Allzu viele Untermünkheimer kommen für einen Verein eine Klasse höher eh nicht in Betracht. Es dürfte sich um Außenverteidiger Heiko Kandler und Stürmer Michele Varallo handeln. Kandler hat zu den Verbandsliga-Zeiten des Tura bereits starke Leistungen gezeigt. Varallo stürmte in der vergangenen Saison noch für die Neckarsulmer SU.

Diese beiden Untermünkheimer kämpfen genauso intensiv wie ihre neun Mitspieler. Aber eine überragende Aktion und damit eine Empfehlung für einen Wechsel ist nicht dabei. Das liegt auch an den Gästen, die eine sehr disziplinierte Leistung zeigen. Sie sind in vielen Situationen mit mindestens acht Mann hinter dem Ball. Das bedeutet, dass die Räume für den Tura eng sind und die Stürmer meist in der Luft hängen. Kandler hat zudem mit den schnellen Gästestürmern zu tun, die ihn auf der rechten Außenbahn immer wieder beschäftigen.

Das Gegentor fällt früh. Es ist die Folge einer der wenigen Unaufmerksamkeiten der Untermünkheimer Defensive. Der 23-jährige Mittelfeldmann Sebastian Rief darf in der 16. Minute ungehindert bis zum Strafraum laufen. Sein Schuss von der Strafraumkante passt exakt zur 1:0-Führung der Gäste. Ludwigsburg wartet danach ab. Genau diese Spielweise liegt dem Tura nicht. Er muss selbst Offensivkraft entwickeln, vor allem aus dem Mittelfeld müssen Ideen kommen. Dazu ist in Untermünkheim nur Semih Dalyanci in der Lage. Das wissen auch die Gäste und decken ihn gut zu. Seine zweite Chance hätte Ludwigsburg fast das 2:0 in der 34. Minute gebracht, aber Patrik Ribeiro Pas verzieht knapp.

In Halbzeit zwei stellen die Gäste fast komplett auf Defensive um - zumal sie ab der 61. Minute nach der gelb-roten Karte gegen Vasili Gkiagkiaev nur noch zu zehnt sind. Dalyanci mit zwei Freistößen (49., 62.) und ein Kopfball von Jannis Kronmüller (79.) bringen aber keinen Untermünkheimer Treffer.

"Meine Mannschaft hat es versucht", sagt Tura-Trainer Martin Weiß.

Tore: 0:1 Sebastian Rief (16.)

Tura: Lukas Dambach, Heiko Kandler, Markus Diether (60. Engin Olgun), Michele Varallo, Semih Dalyanci, Andreas Schlageter, Jannis Kronmüller, Firat Dogonay, Kevin Reinwald, Onur Vural, Vedran Celiscak (71. Simon Trumpp)

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