Sportfreunde Hall: Vorne drückt der Schuh

Die Sportfreunde Hall erwarten in einem weiteren Verbandsliga-Kellerduell den VfL Pfullingen. Interimstrainer Jürgen Kern muss im Sturm improvisieren.

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Der Haller Außenstürmer Luca Kaufmann stürmt mit dem Ball aufs Tor zu. Am Ende verliert seine Mannschaft aber daheim gegen Rutesheim mit 1:3. Am Samstag wollen es die Sportfreunde gegen Pfullingen besser machen.  Foto: 

Vier Punkte nach acht Spielen, Tabellenletzter: Die Sportfreunde Schwäbisch Hall befinden sich momentan in keiner angenehmen Lage. Am Samstag kommt mit dem VfL Pfullingen eine Mannschaft in den Optima-Sportpark, die als Tabellendreizehnter ebenfalls im Keller feststeckt.

„Das wird mit Sicherheit ein Kampfspiel. Ich glaube nicht, dass eines der beiden Teams das andere technisch in Grund und Boden spielen wird“, sagt Halls Interimstrainer  Jürgen Kern. Gegen Pfullingen wird Kern zum ersten Mal die Sportfreunde bei einem Heimspiel betreuen. In der Vorwoche sprang Kern schon beim Auswärtsspiel in Hollenbach ein. Mit 0:2 unterlagen die Haller dem FSV. „Die Niederlage war schnell verdaut. Mit der Einstellung und der defensiven Leistung konnte man zufrieden sein“, resümiert Kern.

Auch der Interimstrainer sieht, wo der Schuh momentan am meisten drückt: Nur sechs Tore stehen bislang zu Buche, die wenigsten der ganzen Liga. „In Hollenbach war unser Spiel nach vorne auch mager“, sagt Kern, der am Samstag wieder improvisieren muss. Die etatmäßigen Stürmer Serdal Kocak und Pascal Hopf fallen aufgrund von Sperren weiterhin aus. „Wahrscheinlich wird wieder Dominik Schäfer in der vordersten Reihe agieren“, so Kern. Mit einer Sperre ist ebenso noch Mittelfeldlenker Adam Wilczynski belegt.

Im Training hat Kern die defensive Stabilität im Blick gehabt: „Wir müssen kompakt auftreten. Die Abwehrkette muss enger zusammenstehen und die Sechser müssen ihre defensiven Aufgaben erledigen.“ Die Stimmung im Training sei aber trotz der Negativserie gut, versichert Kern.

Zu viel gejubelt

Für sein Pfullinger Gegenüber Michael Konietzky erschwert der Haller Trainerwechsel die Vorbereitung. „Wir wissen nicht viel darüber, wie die Sportfreunde jetzt spielen“, gibt der VfL-Coach zu. Jedoch gelte es für ihn und sein Team, sich auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Die Pfullinger reisen mit acht Punkten nach Hall, vier mehr als die Gastgeber. Über das 2:2 am vergangenen Spieltag gegen Albstadt ärgert sich Konietzky noch etwas. „Wir haben zweimal zuhause geführt. Aber irgendwie war das Ergebnis am Ende doch in Ordnung.“ Was Konietzky missfallen hat, war die Entstehung des zweiten Albstadter Ausgleichs: „Wir schießen das 2:1 und im Gegenzug kriegen wir das 2:2.“ Nach außen habe es so gewirkt, als hätten sich die Pfullinger Spieler zu lange über das eigene Tor gefreut. „Da fehlt bei uns einer, der nach dem Jubeln laut schreit und sagt, dass es jetzt wieder gilt“, so Konietzky. Auch der Pfullinger Trainer glaubt daran, dass es ein Kampfspiel im Optima-Sportpark wird. „Ich hoffe es sogar, weil mit Schönspielerei kommen wir nicht weiter. Wir müssen wieder kratzen, beißen, kämpfen.“ Allerdings muss er auf fünf Langzeitverletzte verzichten.

Info Sportfreunde Schwäbisch Hall – VfL Pfullingen, Samstag, 14 Uhr

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