TSV hadert mit der Chancenverwertung

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Nach dem Schlusspfiff musste man nur die Spieler auf dem Rasen beobachten, um das Ergebnis einordnen zu können. Fast alle Akteure der Gäste verließen das Feld mit gesenktem Kopf. Das Gefühl von zwei verlorenen Punkten weitete sich auch schnell unter den mitgereisten Fans aus. Trainer Ralf Kettemann haderte nach dem Spiel damit, dass sein Team die „fünf, sechs klaren Dinger vor dem Tor“ nicht nutzen konnte. Angesichts der zahlreich herausgespielten hochkarätigen Chancen „grenzte das schon fast an Unfähigkeit“. So brachte sich der TSV Ilshofen zum wiederholten Male um den Lohn der Arbeit. Fairerweise fügte Kettemann aber hinzu, dass seine Mannschaft diesmal „hinten auch viel zugelassen“ habe.

Auch wenn Trainer Ralf Kettemann mit Karel Nowak, Jannis Gehring, Michele Varallo und Benjamin Kurz auf vier potenzielle Stammkräfte verzichten musste, stand begünstigt durch einen in der Tiefe sehr gut besetzten Kader eine Top-Elf auf dem Feld. Beide Mannschaften hatten auf dem nassen Untergrund zunächst Probleme, ins Spiel zu finden. Doch nach und nach erarbeiteten sich die Gäste Sicherheit im Passspiel und erspielten sich Torraumszenen. Dass der FC Albstadt nach 24 Minuten überraschend in Führung ging, kam einer bitterkalten Dusche gleich, denn es war die erste Chance der Heimelf.

Wieszt ist gefordert

Dieser Treffer setzte die bis dato spielbestimmende Mannschaft von Ralf Kettemann in eine Schockstarre. Bei den Albstädtern wirkte es hingegen wie bei einem Boxer, der einen Wirkungstreffer setzte. Völlig entfesselt kamen sie nun ein ums andere Mal vors Tor von Jonas Wieszt, der mehrmals sein ganzes Können aufzeigen musste, um sein Team im Spiel zu halten. Ilshofen brauchte einen Moment, bis es das Spiel wieder beruhigen konnte. Da tat der schön herausgespielte Treffer von Martin Hess kurz vor der Halbzeit gut. Er schloss nach schöner Vorarbeit von Maximilian Gebert ab.

Im zweiten Abschnitt war Ilshofen die tonangebende Mannschaft und spielte die Gastgeber in den ersten 20 Minuten in deren Hälfte fest. Allerdings verpassten es die Hohenloher die Führung zu erzielen. In der Folge verlor das Spiel der Ilshofener immer mehr an Überzeugung. Dass Ralf Kettemann mit dem Punkt bis dahin nicht zufrieden war, machte er deutlich, als er in der Schlussphase mit Kevin Lehanka, Lukas Lindner und Basri Tiryaki noch drei Stürmer ins Spiel brachte. TSV-Youngster Lukas Lindner hatte prompt aus hervorragender Position eine der von Kettemann angesprochenen „klaren Dinger“. Er fand allerdings in FC 07-Torwart Mario Aller seinen Meister. 

Tore: 1:0 Marc Bitzer (24.), 1:1 Martin Hess (42.)

TSV Ilshofen: Jonas Wieszt, Ralf Kettemann, Paul Weber, Andrey Nagumanov (80. Lukas Lindner), Ramazan Kandazoglu (80. Kevin Lehanka), Maximilian Gebert, Dominik Rummler (86. Basri Tiryaki), Christian Baumann (71. Simon Wilske), Lukas Lienert, Martin Hess, Daniel Schmelzle

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