Kleine Dramen beim HT-Cup - Bambini-Spielform bleibt umstritten

Die F-Junioren des SC Steinbach müssen getröstet werden, die C-Junioren des TSV Obersontheim feiern frenetisch ihren Torwart. Der HT-Cup bringt erneut die ganze Palette der Gefühlswelt hervor.

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Nicht hinschauen, zusammenhalten, die Hände vors Gesicht schlagen: Die C-Junioren des TSV Obersontheim fiebern beim Neunmeterschießen im Halbfinale mit ihrem Torwart.  Foto: 

"Die nachfolgenden Spiele verzögern sich um vier Stunden." Der Hallensprecher und die Zuschauer haben beim Halbfinale der C-Junioren zwischen dem Tura Untermünkheim und dem TSV Obersontheim ihren Spaß. Die Spieler müssen selbst lachen, obwohl sie extrem angespannt sind. Während der regulären Spielzeit fällt kein Tor, dafür umso mehr beim Neunmeterschießen. Es geht um den Einzug ins Finale. Am Ende steht es 15:14 für Obersontheim, die Spieler feiern ihren Torwart für die entscheidende Parade. Obersontheim unterliegt später der SGM SSV Hall/Gailenkirchen/Steinbach mit 0:1. So kann sich der Veranstalter SSV Hall über einen Turniersieg freuen.

116 Teams hatte die SSV Hall erwartet, doch wegen des Eisregens in der Nacht zum Samstag sagten vier Mannschaften kurzfristig die Teilnahme ab. Den Ablauf störte das kaum. Mitorganisator Klaus Deininger von der SSV Hall freute sich über spannenden und hochklassigen Fußball. Natürlich stimmt das nicht für jede Partie, doch immer wieder spendeten die Zuschauer, die sich aus Eltern, Verwandten und Neugierigen zusammensetzten, auch Szenenapplaus. Beispielsweise in der Begegnung der C2-Junioren des Juniorenteams Michelfeld/Mainhardt/Bibersfeld gegen die SGM SSV Hall/Gailenkirchen/Steinbach. Der SSV-Torhüter nimmt einen Rückpass auf und schießt aus der eigenen Hälfte aufs MMB-Tor. Dessen Keeper bringt gerade noch die Fäuste hoch und wehrt ab - den Zuschauern entfährt ein langgezogenes "Oooh!". Tränen flossen bei den F-Junioren des SC Steinbach. Sie unterlagen in einem ausgeglichenen Finale der TSG Backnang mit 0:1.

Spaß hatten die Teams beim Fußballtennisturnier, das sich bei seiner Premiere großem Zuspruch erfreute. Und auch die jüngsten Kicker freuten sich: Beim Bambini-Spieltag waren diesmal 24 Dreiertems gemeldet. Die Veranstalter hatten gegenüber dem Turnier zwei Wochen früher ein paar Details verändert. So dienen seitlich gekippte Holzbänke als Bande für das verkleinerte Spielfeld und Sprungkästen als Tore.

Das System "Drei gegen Drei" ohne Torwart wird erneut heftig diskutiert. Der Tenor: Für bis zu Fünfjährige ist es in Ordnung, aber die Sechsjährigen wollen und sollen "richtig" Fußballspielen. Christian Single, Abteilungsleiter des TSV Michelbach, hat Erfahrung mit Bambini-Spieltagen - und eine Regel verändert. "Wir haben den Anstoß wieder eingeführt. Die Kleinen wollen doch ihre Tore bejubeln und nicht gleich weiterspielen."

Auch die Bezeichnung "Bären" oder "Elefanten" für die Teams gefällt weder Single noch den Kindern. "Die sind doch stolz, für ihren Verein zu spielen. Man sollte den Vereinsnamen daher weiter nennen."

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