Zusammenarbeit bei der Bildung

Die Stadt Schwäbisch Hall und die Gemeinden Michelbach, Michelfeld und Rosengarten wollen das Projekt der Bildungsregion Schwäbisch Hall vorantreiben. Erster Schwerpunkt ist der Einsatz von Mentoren.

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Wie die Haller Stadtverwaltung mitteilt, soll sich das erste Projekt um den Einsatz von Elternmentoren an Grundschulen drehen. Der Landkreis Schwäbisch Hall sei groß und die Vielfalt der Bildungslandschaft beeindruckend, heißt es. So gebe es mehr als 270 Kindertagesstätten und Schulen, mit ganz unterschiedlichen Profilen. Deshalb habe sich die Bildungsregion entschlossen, ihre Kräfte neu zu bündeln und auf die Verwaltungsgemeinschaft Schwäbisch Hall zu konzentrieren. "Unser Arbeitsschwerpunkt lag bisher auf der Durchführung von landkreisweiten Umfragen und Wettbewerben sowie der Erstellung von Handlungsempfehlungen. Mit der Neuausrichtung können wir jetzt ganz konkrete Projekte mit Kindertagesstätten, Schulen und Eltern entwickeln. Wir gewinnen damit deutlich mehr Praxisrelevanz", so die Vorsitzende der Bildungsregion und Erste Bürgermeisterin von Hall, Bettina Wilhelm. Dies würden die Bildungsregionen Weinheim und Wertheim zeigen. Wie in Schwäbisch Hall ist hier die Stadt Träger der Bildungsregion.

Die neu gegründete Lenkungsgruppe habe sich bereits zu ihrer ersten Sitzung getroffen, heißt es weiter. Sie lege die Leitziele der Bildungsregion fest, definiere die zentralen Handlungsfelder und Arbeitsaufträge und evaluiere die Ergebnisse. Hier würden jetzt auch die Vertretungen der Schulleitungen, der Gesamtelternbeiräte der Kindertagesstätten und Schulen sowie der Bürgerstiftung "Zukunft für junge Menschen" mitberaten und mitentscheiden. Beteiligt seien weiter das Regierungspräsidium, das Staatliche Schulamt, der Landkreis, die Stadt Hall und die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft. Nach dem ersten Projekt der Elternbegleiter-Qualifizierung sollen weitere folgen: Auf der Agenda stünden auch die Themen Inklusion, Flüchtlingskinder, die Vortragsreihe Schule-Bildung-Lernen und der Ausbau der Netzwerke. Als neues Gremium sei ein Bildungsbeirat eingesetzt worden. Er setze die Arbeit der bisherigen Steuerungsgruppe fort.

"Allen Beteiligten war es ein wichtiges Anliegen, die bewährte staatlich-kommunale Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen", so Wilhelm weiter. Der Bildungsbeirat diene als Austausch- und Diskussionsforum für bildungspolitische Themen mit landkreisweiter Bedeutung. Die Umsetzung der Projekte übernehme das Bildungsbüro. Durch eine interne Umstrukturierung habe eine 50-Prozent-Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft geschaffen und ausgeschrieben werden können.

Eltern helfen Eltern

Auftakt Die künftigen Elternbegleiter sollen für ihre neue Aufgabe gut vorbereitet werden. Der erste Kurs startet am 16. Oktober, umfasst 22 Stunden und wird von der Elternstiftung Baden-Württemberg durchgeführt. Eine Kinderbetreuung ist eingerichtet. Interessierte Eltern, die daran noch teilnehmen wollen, können sich gerne an Martin Weis im Büro der Bildungsregion wenden: Telefon 0791/9706650.

Ziel In der Bildungsregion sollen für alle Sprachgruppen Elternbegleiter ausgebildet werden, die andere Familien in ihrer jeweiligen Muttersprache bei Fragen zu Schule und Erziehung unterstützen, Kontakte vermitteln, zu Gesprächen begleiten oder übersetzen.

SWP

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