Zur Saisoneröffnung frisch saniert

|

Schon im Winterhalbjahr 2015/16 ist das Sanitärgebäude komplett modernisiert worden: Aufs Dach kam eine neue Solar­thermieanlage, die für angenehme Wassertemperaturen im Schwimmbecken sorgt. Ein Anbau schafft mehr Raum, so dass jetzt auch Menschen mit Behinderung barrierefreien Zugang  zu den Umkleidräumen mit WC und Dusche haben.

Das Schwimmbecken ist mit einer neuen Beckenfolie ausgekleidet worden, die allein 77 000 Euro gekostet hat, und die Überlaufrinne des Beckens hat neue Gitterroste bekommen.  Auch der Zugang zum Becken ist jetzt stufenlos. Außerdem musste die Technik ausgetauscht und aufgerüstet werden. Die neue Chlorgasanlage zur Wasseraufbereitung ist schon im letzten Sommer in Betrieb gegangen. Im Herbst nach der Badesaisom wurden die Elektrik für die Umwälzanlage und die Pumpe überholt.

„Wir haben uns für die Arbeiten bewusst zwei Winterperioden Zeit gelassen, damit  alles klappt.  Bis auf ein paar Restarbeiten ist die Sanierung jetzt abgeschlossen“, sagt Bürgermeisterin Ute Zoll.

453 000 Euro hat die Stadt dafür investiert. Fast 180 000 Euro hat sie vom Land als Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) bekommen. Vellberg war die erste Kommune, die daraus für eine Freibadsanierung Mittel erhielt. „Darauf bin ich stolz, muss ich echt sagen“, freut sich Ute Zoll noch immer über ihren Erfolg. Vorher stand nämlich in den Richtlinen zum ELR-Programm ausdrücklich, dass Frei- und Hallenbäder von der Förderung ausgeschlossen seien.

Kampf um ELR-Mittel

Ute Zoll hatte sich deshalb mit Bürgermeistern benachbarter Gemeinden, deren Freibäder ebenfalls nicht mehr auf dem Zeitstand sind, zusammengeschlossen und beim Regierungspräsidium darauf gedrängt, das ELR auf Freibäder auszudehnen. „Vellberg hätte sich die Modernisierung sonst nicht leisten können“, sagt sie. In den neuen Richtlinien ist dann der Passus einfach gestrichen worden. „Wahrscheinlich, damit nicht jeder gleich darauf aufmerksam wird“, vermutet Zoll. Sie habe dann gleich in Stuttgart angerufen, ob sie das auch richtig gelesen habe, berichtet sie und lacht.

Was die Freude an dem rundum erneuerten Freibad etwas trübt, ist die bisher vergebliche Suche nach Aufsichtspersonal. „Wenn wir niemanden für die Beckenaufsicht finden, müssen wir wohl die Öffnungszeiten reduzieren“, befürchtet Zoll. Das Freibad in Geifertshofen, das Bühlertanner und Obersontheimer Bädle und auch die Crailsheimer Stadtwerke stehen vor demselben Problem. Wichtigste Voraussetzung, um die Beckenaufsicht zu führen, ist das Silberne Rettungschwimmabzeichen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Vor 150 Jahren: Erster Zug zwischen Hall und Crailsheim

Vor 150 Jahren wird die Strecke Heilbronn-Hall nach Crailsheim verlängert. Die Haller Stadtverwaltung will aktuell den Hessentaler Bahnhof kaufen und den Zugverkehr attraktiver machen. weiter lesen