Würth-Gruppe: "Unsere Ziele sind weiter ehrgeizig"

Die Maxime des Firmenpatriarchen begleitet die Würth-Gruppe auch ins aktuelle Geschäftsjahr: Im ersten Tertial stieg der Umsatz um acht Prozent. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei rund fünf Prozent.

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Zuversichtlich: Robert Friedmann sieht die Würth-Gruppe - mit dem Ergebnis im vergangenen Jahr und dem geglückten Start 2015 - auf einem guten Kurs.  Foto: 

Die Maxime des Firmenpatriarchen begleitet die Würth-Gruppe auch ins aktuelle Geschäftsjahr: Im ersten Tertial stieg der Umsatz um acht Prozent. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus bei rund fünf Prozent. "Damit sind wir sehr zufrieden: Würth wächst weiter", verkündet Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Damit knüpft der Handelskonzern an das gute vierte Quartal 2014 an. "Wir sind 2014 in der Gruppe mit 3,9 Prozent auf 10,13 Milliarden Euro gewachsen und konnten das Betriebsergebnis überproportional auf 515 Millionen Euro steigern. Damit sind wir zufrieden, denn wir konnten die wesentlichen Steuerungsgrößen fast durchgängig verbessern", weiß Friedmann. Das entspricht einer Steigerung des Betriebsergebnisses um 15,7 Prozent.

"Wir sind mit unserer Strategie gut aufgestellt"

In Lokalwährungen lag die Umsatzsteigerung sogar bei 4,8 Prozent. In vielen Ländern, im Besonderen in Südeuropa, haben sich 2014 die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. "In all jenen Ländern, in denen wir zuletzt Probleme hatten, stehen wir jetzt gut da", sagt Friedmann. Auch die Mitarbeiterzahlen bewegen sich nach oben. Für 2015 will das Unternehmen insgesamt 2000 neue Verkäufer einstellen. Im vergangenen Jahr stieg die Gesamtzahl auf 66.044 Beschäftigte. In der Region Hohenlohe betrug das Plus 630 Mitarbeiter. Derweil stieg das Eigenkapital auf 3,7 Milliarden Euro an, rund 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Quote der Gruppe liegt damit bei 45,2 Prozent. "Das zeigt die Stabilität des Unternehmens und das zeigt auch das Bekenntnis der Familie Würth zum Unternehmen", bekräftigt Friedmann.

Enorme Wichtigkeit besitzt für Würth in diesem Jahr der Ausbau der Multikanal-Vertriebs-Strategie. "Nur wenn die Kundenbasis wächst, können auch wir nachhaltig wachsen und daraus Umsatz generieren", sagt Friedmann. Durch die Mehrkanalstrategie erreicht Würth eine fünfmal höhere Potenzialausschöpfung als durch den Vertrieb mit Niederlassungen alleine. Gut 100.000 neue Kunden konnte Würth so im vergleich zum Vorjahresmonat gewinnen.

Besonderes Augenmerk will das Unternehmen 2015 auf den Bereich E-Commerce legen. Konzernführungsmitglied Bernd Herrmann: "Das ist ein Handelskrieg. Ein Wettlauf gegen die Zeit und um Innovationen. Wenn wir drei Monate nichts neues bringen, sind wir zurück auf Augenhöhe mit den Konkurrenten." Das Unternehmen strebt eine Steigerung des Internetanteils von zehn auf "zwölf oder 13 Prozent in diesem Jahr" an. "Wir müssen alle drei Kanäle - Niederlassungen, Direktvertrieb und E-Commerce - weiter ausbauen um erfolgreich zu sein", fügt Friedmann hinzu.

Zur Wachstumsstrategie der Würth-Gruppe gehört auch, erfolgreiche Unternehmensbereiche durch gezielte Akquisitionen sinnvoll zu ergänzen und diese Firmen zu pflegen. Für 2015 stehen mehrere Großprojekte in dieser Hinsicht an. In der Region alleine will Würth knapp 100 Millionen Euro in verschiedene Standorte und diverse Tochtergesellschaften investieren.

"Unsere Ziele für 2015 sind weiter ehrgeizig. Wir rechnen mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses auf über 540 Millionen Euro bei einem geplanten Umsatzwachstum von fünf Prozent", prognostiziert Robert Friedmann.

www.wuerth.com

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