Wo früher Müll lag, sollen Bäume wachsen

Auf der Deponie Hasenbühl soll wieder ein Wald entstehen. Der Umwelt- und Technikausschuss hat der geplanten Aufforstung zugestimmt.

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„Wir sind zur Aufforstung verpflichtet“, sagt Landrat Gerhard Bauer. Das stehe im Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 1975 – nach Beendigung der Arbeiten auf der Deponie müsse wieder ein Wald angepflanzt werden.

Bevor Abfall gelagert wurde, seien innerhalb der Gesamtfläche der Deponie insgesamt sieben Hektar bewaldet gewesen. Geplant seien Grauerlen und Edellaubhölzer mit intensiver Laubfärbung. Am Rand sollen Vogelkirschen und Weiden gepflanzt werden. Die Kosten werden auf 13 000 Euro pro Hektar geschätzt. Dazu kommen Personalkosten in Höhe von voraussichtlich rund 150.000 Euro. Eine Gefahr, dass langfristig Schäden an der Oberflächenabdichtung durch Verwurzelung entstehen, sehen die Deponieplaner und Fachleute aus dem Forst nicht, macht die Kreisverwaltung deutlich.

Klaus-Dieter Schumm (Freie) hat ein „schlechtes Gefühl“ mit Blick auf die Unwetter-Katastrophe in Braunsbach mit möglichem Sturzregen und zweifelt, ob das hält, wenn ein Baum flach wurzelt und noch Folien im Untergrund sind. Braunsbach sei ein mehrfach hundertjähriges Ereignis gewesen, ob es nächstes Jahr oder in 1200 Jahren wieder passiere, wisse niemand. Gegen so eine Naturgewalt gebe es keinen Schutz, entgegnet  Landrat Gerhard Bauer. Aus der Sicht von Ludger Graf von Westerholt (CDU) ist die Aufforstung der beste Schutz gegen Erosion.

Gottfried Gronbach (Bündnis 90/Die Grünen) fragt nach einer möglichen Freiflächen-Photovoltaikanlage, die dort Platz finden könnte. „Die Fläche wird freigehalten, über die Wirtschaftlichkeit reden wir dann im Jahr 2017“, antwortet Kreiskämmerer Werner Schmidt. Zudem könnten Kleinwindkraftanlagen unter 50 Metern Höhe entstehen. Die dafür vorgesehenen Flächen müssen nicht aufgeforstet werden. 

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