Windkraftgegner bitten Kretschmann um Hilfe

Zum Abschluss seines Landkreis-Besuchs stellt sich der Ministerpräsident im Freilandmuseum Wackershofen Bürgerfragen.

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  • Winfried Kretschmann wird seinem Ruf als volksnaher Landesvater in Wackershofen gerecht. Mit etlichen der rund 200 Bürger kommt er am Donnerstagabend ins Gespräch. Als kurz nach 21 Uhr ein Gewitter niedergeht, ist es mit dem gemütlichen Draußensitzen allerdings vorbei. 1/2
    Winfried Kretschmann wird seinem Ruf als volksnaher Landesvater in Wackershofen gerecht. Mit etlichen der rund 200 Bürger kommt er am Donnerstagabend ins Gespräch. Als kurz nach 21 Uhr ein Gewitter niedergeht, ist es mit dem gemütlichen Draußensitzen allerdings vorbei. Foto: 
  • Museumsleiter Michael Happe (links) überreicht Winfried Kretschmann einen Emaille-Eimer, die zu Großmutters Zeiten weit verbreitet waren. Gefüllt ist das gute Stück mit regionalen Spezialitäten. „Wenn an dem Eimer etwas applatzt, bekommt er so wunderbare schöne Patina“, freut sich der Ministerpräsident. 2/2
    Museumsleiter Michael Happe (links) überreicht Winfried Kretschmann einen Emaille-Eimer, die zu Großmutters Zeiten weit verbreitet waren. Gefüllt ist das gute Stück mit regionalen Spezialitäten. „Wenn an dem Eimer etwas applatzt, bekommt er so wunderbare schöne Patina“, freut sich der Ministerpräsident. Foto: 
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Zum ersten Mal überhaupt wird ein Ministerpräsident bei einem Schwäbisch-Hall-Besuch nicht in der Innenstadt empfangen. Die Kreisverwaltung und OB Hermann-Josef Pelgrim haben die Scheune Rath im Freilandmuseum Wackershofen mit Bedacht als Veranstaltungsort für den Bürgerempfang gewählt. „Wir brauchen eine Aufstockung, lieber Herr Kretschmann“, fordert Pelgrim in seiner kurzen Ansprache. Als eines von sechs Freilandmuseen in Baden-Württemberg könne das Wackershofener durchaus mehr Landesfördermittel als bisher vertragen. Fast im gleichen Atemzug lädt Pelgrim den Ministerpräsidenten zur Eröffnung des neuen Globe-Theaters ein. Im August 2018 soll es so weit sein.

Mit konkreten Zusagen hält sich Kretschmann zurück. In seiner kurzen Ansprache geht er auf einige Kernziele der grün-schwarzen Landesregierung ein: die starke Wirtschaft im Ländle bei der Herausforderung des digitalen Wandels unterstützen und Vorbild für andere Regionen in Sachen Umweltschutz sein. „Wir können in Baden-Württemberg nicht die Welt retten, aber wir können einen Weg der Transformation in grüne Energien aufzeigen“, so Kretschmann.

Zudem könne man  das  hohe ehrenamtliche Engagement im Landkreis Hall gar nicht hoch genug einschätzen. „Es ist nicht sexy, Kassierer in einem  Ortsverein zu sein“, so der 69-Jährige. Dennoch gebe es beim bürgerschaftlichen Engagement in der Region keine „weißen Flecken“.

Mit bürgerschaftlichem Engagement wird Kretschmann auch gleich zu Beginn der Bürgerfragerunde konfrontiert. Iris Baumann aus dem kleinen Dorf Rechenberg bei Stimpfach überreicht dem Landesvater eine Forderung, den Bau des Windparks Ellwanger Berge sofort zu stoppen. 234 Bürger, mehr als die Hälfte der Einwohner, haben sich auf der Unterschriftenliste eingetragen. Ein Teil der Windräder stehe auf dem Territorium des Ostalbkreises, weitere auf dem Gebiet des Landkreises Hall. Rechenberg sei somit förmlich von Windrädern umzingelt – eine Fehlplanung. „Der Ministerpräsident entscheidet nicht, wo die Windräder stehen“, entgegnet Kretschmann. Dafür gebe es rechtsstaatliche Verfahren. Dennoch sagt er zu, sich das Anliegen der Bürgerinitiative Gegenwind anzuschauen.

Hochschule in Kirchberg?

Die gleiche Zusage macht Kretschmann, nachdem ihm Gerhard Kreutz von der Energieinitiative Kirchberg in wenigen Sätzen seine Vision geschildert hat. Kreutz schwebt die Gründung einer kleinen Hochschule vor, an der zum Thema Nachhaltigkeit geforscht werden soll.

Weitere Fragen drehen sich um die Themen ÖPNV, Pflege, Ärztemangel und Umweltschutz. Kretschmann geht teilweise ausführlich darauf ein und fordert die Bürger stets auf: „Geben Sie mir das mit. Lediglich die Frage eines Mädchen nach seiner Schuhgröße ist völlig problemlos zu beantworten: „48“.

Die Kreislandfrauen sorgen für die Bewirtung der rund 200 Gäste beim Bürgerempfang. „Wir haben 58 Blooze gebacken“, berichtet Ilse Stutz.

Der Kinderchor der Schwäbisch Haller Breiteich-Grundschule erhält für seine beiden Lieder fast genauso viel Applaus wie der Ministerpräsident. Die 42 Jungen und Mädchen unter Leitung von Karin Waßer singen „An Tagen wie diesen und „Kunterbunt“.

Zehn Azubis der Kreisverwaltung haben sich beim Bürgerempfang als freiwillige Helfer gemeldet und unterstützen unter anderem die Landfrauen.

Winfried Kretschmann kommt am nächsten Freitag, 26. Mai, erneut in den Landkreis. Gemeinsam mit Innenminister Thomas Strobl und Bürgermeister Frank Harsch ist ab 15 Uhr in Braunsbach ein Ortsrundgang geplant.

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Kommentare

21.05.2017 17:51 Uhr

Kretschmann und WIndräder

Wie man nur auf die Idee kommt, Herr Kretschmann eine Liste mit Windkraftgegner zu überreichen.
Kretschmann will mit bis zu 2000 Windräder die Hohenlohe vollpflastern. In Mergentheim musste man ihm zurückhalten, damit er die Windkraftgegner nicht an den Kragen ging und in Langenburg und in Hall
ließ er die Bürgerinitiative abblitzen bzw. stehen. Er is der treibende Kraft die Natur in Hohenlohe zu zerstören.

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