Windkraftanlage bei Ruppertshofen hat erst zwei Rotorblätter

Windkraftanlagen brauchen Wind - nur nicht beim Aufbau. Das ließ sich vergangene Woche in Ruppertshofen beobachten. Statt Montag wurde erst am Samstag das erste Rotorblatt in Position gebracht.

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  • Der Windrad-Aufbau am letzten Samstagnachmittag. Inzwischen ist am Montag der zweite Rotor-Flügel montiert worden. 1/2
    Der Windrad-Aufbau am letzten Samstagnachmittag. Inzwischen ist am Montag der zweite Rotor-Flügel montiert worden. Foto: 
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Der Standort ist mit Bedacht gewählt. Oberhalb des Ruppertshofener Sees befindet sich eine der höchsten Erhebungen auf der Ilshofener Ebene. Von dort hat man einen weiten Blick übers Land. So kann auch aus mehreren Kilometern Entfernung der Fortgang beim Aufbau der Windkraftanlage beobachtet werden.

Doch es geht langsam voran. Schon vor mehr als einer Woche waren die 48,6 Meter langen Rotorblätter jeweils am Stück über die Autobahn und die Abfahrt Ilshofen/Wolpertshausen antransportiert worden. Zuvor hatten Streckenprüfer wochenlang den Weg für die überlangen Fahrzeuge ausgetüftelt und kurz zuvor noch einmal kontrolliert, ob auch keine baulichen Veränderungen in der Zwischenzeit neue Hindernisse geschaffen haben.

Nun lagen die drei Rotorblätter, von denen jedes 20,5 Tonnen wiegt, zu Füßen des 149 Meter hohen Masten, auf dem bereits die Gondel - das Maschinenhaus - in luftiger Höhe montiert war. Dann hieß es warten. Erst am vergangenen Samstag hatte sich der Wind soweit abgeschwächt, dass der erste Flügel vom Kran angehoben werden konnte. Das schwere Rotorblatt musste nun in eine der drei Lochungen an der Gondel eingeführt und mit rund 90 Schraubverbindungen befestigt werden. Seile vom Rotorblatt zum Boden halfen bei der genauen Ausrichtung. Vom Anheben bis zum sicheren Anbringen des Windradflügels sind bis zu 15 Mitarbeiter sechs Stunden lang beschäftigt.

Wann die anderen Blätter montiert werden und den Rotordurchmesser auf insgesamt 101 Meter komplettieren, hängt wiederum vom Wind ab. Mehr als fünf Meter pro Sekunde dürfen es nicht sein, sonst wird die Sache zu gefährlich. Die ZEAG erneuerbare Energien ist Betreiber der Windkraftanlage vom Hersteller Enercon. Bei voller Leistung erzeugt das Windrad 3050 Kilowatt pro Stunde. Planung und Durchführung des Projekts wurden vom Planungsbüro Vento Service übernommen.

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