Wenn die Bauchschlagader Probleme macht

Über Erkrankungen der Bauchschlagader und ihre Behandlung informierten kürzlich Experten des Diaks. Zahlreiche Zuhörer kamen zum Vortrag.

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Privatdozent Dr. Claus-Georg Schmedt ist am Haller Diak der Spezialist für Gefäßchirurgie. Archivfoto

Auf großes Interesse stieß ein Informationsabend im Speisesaal des Diakonie-Klinikums. Im Mittelpunkt stand die krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader und Therapiemöglichkeiten. Bei einem so genannten Aorten-Aneurysma spürt der Patient unter Umständen lange Zeit keine Beschwerden. Bleibt das Aneurysma unentdeckt, droht die Bauchschlagader zu platzen und der Patient kann innerlich verbluten.

Privatdozent Dr. Claus-Georg Schmedt erklärte, wie die Erweiterung der Bauchschlagader diagnostiziert und danach regelmäßig kontrolliert werden kann. Das Risiko für eine Aussackung der Bauchschlagader steigt mit dem Alter, durch Nikotin und Bluthochdruck. Männer seien häufiger als Frauen betroffen, so der Chefarzt der Gefäßchirurgie am Diakonie-Klinikum. Ab einem Durchmesser von 5 Zentimetern ist ein Aneurysma behandlungsbedürftig. Zwei Therapiemethoden gibt es: die konventionelle, offene Operation über einen Bauchschnitt oder die endovaskulären Operationstechniken, hier werden die geschädigten Gefäße mit einer Gefäßstütze (Stentprothese) entlastet. Der Eingriff erfolgt über kleine Schnitte in der Leiste und ist weniger belastend. Welche Behandlung geeignet ist, stellt sich oft erst im Lauf weiterer Untersuchungen heraus. Im Diakonie-Klinikum werden Patienten mit einer Erweiterung der Bauchschlagader in der Sprechstunde des zertifizierten Gefäßzentrums behandelt und beraten.

In solchen Gefäßzentren profitieren die Patienten von den technischen Entwicklungen der letzten Jahre. Claus-Georg Schmedt meint: "Durch die enge Zusammenarbeit von Radiologie, Neurologie, innerer Medizin und Gefäßchirurgie können die Verfahren auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden."

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