Haller Weihnachtsmarkt erhält neue Bühne

Der Haller Weihnachtsmarkt wird am 24. November eröffnet. An 28 Tagen bieten 36 Stände ihre Waren an. 42 Prozent von ihnen verkaufen Kunsthandwerkliches.

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Vor dem Rathaus wird die Holzbühne aufgebaut, die mittlerweile fertig ist.  Foto: 

Werkhofmitarbeiter strecken sich: Es gilt, den Giebel des Dachs der neuen Holzbühne aufzurichten. Im Stil einer Weihnachtsmarkthütte soll sie ab dem 24. November den auftretenden Gruppen Schutz vor Regen bieten. „Die Bühne erfüllt eine Doppelfunktion“, erläutert Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm beim Pressegespräch.

Fast 1000 Ehrenamtliche treten dort auf. Diesmal diene die Treppe als Zuschauerrang und biete damit einen besseren Blick auf die Bühne vor dem Rathaus. In den vergangenen Jahren war die Anordnung genau umgekehrt und Sänger vor der Treppe waren teilweise von Hütten verdeckt.

„Wir haben uns eine qualitative Erweiterung für das Jahr 2017 vorgenommen.“
- Janine Leonberger, Touristik- und Marketingleiterin

„Wenn gerade kein Programmpunkt stattfindet, wird die neue Bühne als überdachter Raum genutzt, in dem Besucher beim Essen und Trinken sitzen können. Von dort eröffnet sich ein schöner Blick über den Platz.“ Bereits zum sechsten Mal wird der Haller Weihnachtsmarkt vor der Großen Treppe eröffnet – am Donnerstag, 18 Uhr, ist es so weit. Einstmals gründeten ihn Händler in der Gelbinger Gasse. „Wir sind aus den Kinderschuhen herausgewachsen“, sagt Wilhelm. Mit 240 000 Besuchern im vergangenen Jahr habe er sich als feste Größe im Tourismus-Konzept der Stadt etabliert. Gemessen wurden die Besucher anhand der Zahl der gespülten Glühweintassen, durch Stichprobenzählungen an repräsentativen Tagen und durch eine Analyse der Einfahrtszahlen in die Parkhäuser.

Studenten des Campus Schwäbisch Hall haben im vergangenen Jahr Besucher befragt. Nach Lob und Kritik wurde nun das Konzept punktuell verändert, erläutert Janine Leonberger, Leiterin des Eigenbetriebs Touristik und Marketing. Anregungen wurden umgesetzt. „Das Lebkuchenhaus ist neu“, sagt Silvia Wittmann, die im Eigenbetrieb den Bereich Stadtmarketing leitet. Die Besucherumfrage habe Defizite im Kinderprogramm aufgedeckt. „Wir haben immer viel angeboten“, sagt Leonberger. Nur angenommen wurde das Plätzchenbacken und Laubsägen nicht so gut. Grund: Manchmal sei es einfach zu kalt und nass gewesen. Daher erhalten die Kinder nun ihre eigene Hütte.

„Eine Erkenntnis aus der Umfrage ist: Viele erfreuen sich am weihnachtlichen Ambiente“, sagt Wittmann. Das werde nun weiterentwickelt mit Tonnen von Reisig und einer in diesem Jahr neuen Beleuchtung auf den Dächern der Hütten. Neu auch: Der Weihnachtsbaum erhält größere Kugeln und es werde eine Krippe mit riesigen Figuren aufgestellt. Hergestellt hat diese Stefan Vollrath aus Schönbronn bei Bühlerzell. Es sei ein Weihnachtsmarkt für Familien und einer, der das Thema Kunst und Kultur hervorhebt, erläutert Bettina Wilhelm. Das Kunstprogramm sei dabei ausgeweitet worden (siehe untenstehende Info).

Den Marktplatz mit Essens- und Trinkständen zu füllen, das sei kein Problem. Kunsthandwerker anzulocken aber schon. Daher sind die Organisatorinnen des Markts besonders stolz, dass 42 Prozent der Verkaufsstände Selbstgemachtes oder zumindest hochwertige Dekoartikel bieten. Das sei ein vergleichsweise guter Wert. An vier Wechselständen verkaufen nebenberufliche Kunsthandwerker zudem tageweise ihre Produkte. Es lohne sich also, mehrmals über den Markt zu schlendern.

Beleuchtung in ganzer Stadt

„Haller Weihnachtszauber bedeutet, dass die ganze Stadt mitbespielt wird“, betont Bettina Wilhelm. Mehr noch: Es werde der ganze Landkreis miteinbezogen. An Adventssamstagen sei das Busfahren im gesamten Kreis kostenlos. Wilhem weiß: „30 000 Fahrgäste haben das im vergangenen Jahr genutzt.“ Wer in einem Haller Laden einkauft, kann an Freitagen und Samstagen komplett kostenlos parken.

Mit über 150 Aktionen an 28 Tagen – in diesem Jahr ist die Adventszeit besonders lang – werden Rekorde aufgestellt. Mehr gehe quantitativ nicht, da der Marktplatz mit zwei neuen Hütten (vor dem Haus der Bauern) voll sei. Leonberger: „Wir haben uns eine qualitative Erweiterung für 2017 vorgenommen. Es soll noch mehr lokale Spezialitäten geben.“

Erster Advent: Bernhard Deutsch bietet den kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt im Hospitalhof und in der -kirche an. Aussteller verpflichten sich, nur Selbstgemachtes zu verkaufen.

Zweiter Advent: Das Hällisch-Fränkische Museum öffnet die Verkaufsschau „Angewandte Kunst“. Kunsthandwerker zeigen ihre Werke.

Dritter Advent: Die Ausstellung von Gerhards Marionetten im Haller Rathaus wird in diesem Jahr auf zehn Tage ausgeweitet. Zudem kommt am 2. Dezember die Holbein-Madonna zurück in die Johanniterkirche.

Vierter Advent: Neu: Krippen aus der Sammlung Würth sind im Hällisch-Fränkischen Museum zu sehen – ab dem vierten Advent. Zudem zeigt das Museum Würth ab 27. November „provenzialische Krippenkunst“.

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