Wechselhaftes Wetter im Juni belastet Landwirte ebenso wie Freibad-Betreiber

Obwohl im langjährigen Mittel zu warm, war der Juni ein normaler mitteleuropäischer Sommermonat. Der starke Niederschlag war für Juni normal.

|

„Der erste meteorologische Sommermonat war zu warm und für mitteleuropäische Verhältnisse trotz Aufs und Abs ganz normal“,  bilanziert Wetterexperte Martin Melber von der Wetterstation Westheim.

Einzig der Sonnenschein ließ zu wünschen übrig: Nur knapp 75 Prozent der normal üblichen Stunden kamen zusammen.

Insgesamt war der Juni sehr wechselhaft, so dass für die Heuernte oder einen Freibad-Besuch das Zeitfenster sehr eng blieb.

Hoch „Wolfgang“ brachte in der dritten Dekade eine kurze Hitzewelle, in deren Verlauf an zwei Tagen die 35-Grad-Marke nur knapp verfehlt wurde.

Melber errechnete eine Monatsmitteltemperatur von 17,5 Grad. Das ist zum langjährigen Soll von 15,8 Grad um 1,7 Grad zu warm. Den wärmsten Juni gab es in der 31-jährigen Messreihe im Juni 2003, der als Jahrhundertsommer im Gedächtnis bleibt, mit 21,7 Grad; den kältesten 1991 mit 14,6 Grad.

Die Monatshöchsttemperatur wurde am 23. Juni mit 34,9 Grad gemessen, einen Tag später waren es 34,6 Grad. Dies blieben die beiden einzigen heißen Tage des Monats, was ganz normal ist, schreibt Melber.

Acht Tage konnten als Sommertage mit 25 Grad und mehr eingestuft werden. Das ist sogar einer mehr als üblich zu erwarten wäre. Die meisten Sommertage im Juni gab es 2003 mit 27, die wenigsten 1991 mit nur vier, im Vorjahresjuni waren es 13.

Die Monatstiefsttemperatur wurde am 20. Juni mit 7,1 Grad gemessen. Am selben Tag waren es unmittelbar über dem Erdboden 6,3 Grad, den tiefsten Wert gab es hier am 16. mit 5,8 Grad.

Im normal niederschlagsreichsten Monat des Jahres fiel an 21 Tagen messbarer Niederschlag.

Insgesamt fielen 116,2 Liter pro Quadratmeter. Das sind zum langjährigen Soll von 110 Litern sechs Prozent mehr.

Es gab drei Starkregentage mit mehr als 10 Litern pro Quadratmeter. Die größte Tagesmenge ging am 8. Juni mit 24,4 Litern pro Quadratmeter nieder.

Den niederschlagsreichsten Juni seit 1985 gab es 1992 mit 160 Litern pro Quadratmeter, den trockensten 2000 mit nur 10 Litern.

Dass die Sonne wenig schien, zeigt sich auch an den heiteren Tagen: Nur ein Tag konnte als wolkenfrei eingestuft werden, dagegen waren elf Tage trüb.

Unter sonstigen Beobachtungen notierte Martin Melber einen Nebel- und sieben Gewittertage.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Manz CIGS Technology GmbH: Sondereffekt stärkt Gewinn

Unternehmensgründer Dieter Manz gibt den Vorstandsvorsitz ab. Er wechselt in den Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft. weiter lesen