Warm ums Jägerherz

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Im waldähnlichen Garten des Schlosses feiern die Jagdhornbläser mit ihren Gästen und geben einige Kostproben.  Foto: 

„Aufbruch zur Jagd“ ertönt aus den Hörnern der Jagdhornbläser. Der waldähnliche Park hinter dem Schloss Eltershofen wird in diese Stimmung getaucht, die zwischen feierlich und zünftig liegt. Viele Gäste sind trotz Regens und kühler Temperaturen gekommen, um diese Atmosphäre auf sich wirken zu lassen, darunter viele Dorfbewohner, Angehörige und Jagdinteressierte.

Einer davon ist Wilfried Schneider aus Breitenstein, selbst Jäger. „Wenn ich die Jagdhörner höre, dann werde ich zurückversetzt in einen verschneiten Wintertag. Wenn ich dann ein Schwein geschossen habe, Lob höre und die Hörner ertönen, das ist dann ein besonderes Gefühl“, erzählt er. Dieses entstehe aus weit mehr als dem Erfolg über einen guten Schuss. Der Jäger spricht von Wertschätzung für das Lebewesen und erzählt, wie man umgeht mit dem erlegten Tier. Es erklinge das Totsignal der Jagdhörner. Dem Tier werde ein Zweig auf den Körper gelegt. Jagd, Hörner, Kleidung, das gehöre alles zusammen und seien althergebrachte Traditionen. Es sei schön, dass sie den Besuchern in Eltershofen ein bisschen nähergebracht werden.

Die Jagdhornbläser stehen zwischen den hohen Bäumen. Obfrau Julia Winterfeldt erläutert die einzelnen Signale. Der musikalische Leiter Carsten Koch summt sie seinen Bläsern kurz vor. Dann erfüllen die Klänge die Luft. Aufmerksam hört das Publikum zu. Auch die Schlossherrenfamilie von Westerholt ist anwesend.

Sohn Friedrich von Westerholt hat die Obfrau der Jagdhornbläser bei seiner Jägerprüfung kennengelernt. So kamen der Kontakt und das Fest am Wochende zustande. „Viel los hier? Na, es könnte noch mehr sein“, sagt Ludger Graf von Westerholt. Er ist es gewohnt, Menschen in seinem Garten zu haben. Für Kirche im Grünen, Hochzeiten oder Feste werde der Rahmen gerne genutzt. Tatsächlich staunen die Gäste über die Allee, den kleinen Teich mit Steg und die geschwungenen Metallstühle. Alles hat die passende Patina, und darauf tröpfelt endlos der Nieselregen.

Bei dem wollen die Wildvögel, die die Falknerei Bielriet mitgebracht hat, nicht fliegen. Das nasse Gefieder macht die Tiere zu schwer. Auch die Kinderstation, an dem die jungen Gäste Felle und Waldmaterialien fühlen dürfen, wird nur reduziert aufgebaut. Kein bisschen reduziert ist das opulente Kuchenbuffet am Schloss. Die Frauen der Jagdhornbläser haben eifrig gebacken. Und wer es lieber herzhaft mag, kann Wurst aus Wildfleisch probieren. Fehlt nur noch das Jagdleitsignal: Zum Essen!

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