Wackershofen: Ausstellung mit Werken von Karl Bedal eröffnet

Aquarelle und Zeichnungen von Bauernhäusern werden im Freilandmuseum Wackershofen gezeigt. Die Werke stammen von Kunstmaler Karl Bedal. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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Albrecht Bedal, der frühere Leiter des Hohenloher Freilandmuseums, neben Zeichnungen seines Vaters Karl Bedal (†1999).  Foto: 

Der oberfränkische Grafiker und Kunstmaler Karl Bedal (1914-1999) ist in seinem Leben viel herumgekommen. Von seinen Reisen durch Europa kehrte er regelmäßig mit neuen Aquarellen und Zeichnungen von Bauernhäusern zurück. Ein Teil davon ist im Ausstellungsraum in Wackershofen zu sehen. Neben Motiven aus Norddeutschland und Holland werden Zeichnungen von Hohenloher Bauernhäusern gezeigt.

Vor rund 50 Zuhörern eröffnete Michael Happe am Sonntag die Schau „Bauernhäuser zwischen Nordsee und Mittelmeer – Zeichnungen und Aquarelle“. „Die Detailverliebtheit von Bedals Zeichnungen ist beeindruckend“, sagte der Leiter des Freilandmuseums. Die Bilder vermittelten authentische Eindrücke von der Vielgestaltigkeit der ländlichen Bautradition. Den musikalischen Rahmen lieferte die Haller Saxophonistin Constanze Haas.

Um die Ausstellung zu realisieren, bemühte sich das Museumsteam erfolgreich um Leihgaben aus dem Oberfränkischen Bauernhofmuseum Kleinlosnitz und aus dem Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim. Dort wirkte Karl Bedals Sohn Konrad als langjähriger Museumsleiter. Darüber hinaus nutzte Happe seinen engen Kontakt zu seinem Vorgänger Albrecht Bedal – ein weiterer Sohn Karl Bedals, der von 1990 bis 2012 das Freilandmuseum Wackershofen leitete.

„Das zeichnerische Talent meines Vaters erkannten die Lehrer schon während der Oberrealschule“, berichtete Albrecht Bedal über seinen Vater. Dieser erblickte in Schwarzenbach/Saale (Oberfranken) zu Beginn des 1. Weltkriegs das Licht der Welt. Es sollte jedoch noch einige Jahre dauern, bis Karl Bedal nach einer Lehrerausbildung in Bayreuth und der schwierigen Zeit im Kriegseinsatz sowie anschließender Gefangenschaft verstärkt seiner gestalterischen Ader nachgehen konnte.

Ab den 1950er Jahren arbeitete er zunehmend als freischaffender Grafiker mit einem Faible für Heimatgeschichte und Volkskunde. So fertigte er für einen Verlag unter anderem Europakarten an. „Zum Nichtstun ist die Zeit zu schade, pflegte unser Vater immer zu sagen“, so Albrecht Bedal. Die Werke, die in Wackershofen ausgestellt werden, malte Karl Bedal in den 1960er bis 1980er Jahren.

So mischen sich im Ausstellungsraum beispielsweise Bauernhausbilder aus Oberfranken und Hohenlohe mit Reetdächern aus dem Oldenburger Land und der Lüneburger Heide. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. November zu sehen.

www.wackershofen.de

www.karl-bedal.de

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