Von Tierporträt bis Farbfläche

Im Landratsamt ist die sechste Ausstellung der Interessengemeinschaft Kunst Gaildorf zu sehen. Die Palette reicht von Tierporträts über abstrakte Farbkompositionen bis zu Holzskulpturen und Schmuck.

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Gudrun Feldt (links) und Barbara Weise vor ihrem Werk. Foto: Ralf Snurawa

Siglinde Krippner und Gudrun Feldt befassen sich mit Schmuck und Kunsthandwerk. Feldt hat den Umgang mit Glasperlen in den Mittelpunkt ihres Schaffens gestellt. "Faszinierende Ergebnisse", bescheinigte ihr bei der Vernissage IG-Kunst-Mitglied Manfred Schwarz in seiner Einführungsrede. Interessant sei auch, wie Goldschmiedin Siglinde Krippner zwei Silbergabeln zu einem Schmuckstück und einem Collier umgestaltet habe. Ebenfalls ins Kunsthandwerkliche reichen die Glasarbeiten von Hannelore Stotz. Sie fertigt Laternen aus farbigen Gläsern.

Stärker ins Künstlerische geht Martin Zechas Umgang mit Holz. Aus gebrannter Eiche, Linde und geschwärzter Weide hat er drei geweißte Figuren gestaltet, die durch ihre Schwarzweiß-Wechsel immer wieder neue Aspekte eröffnen. Ähnlich, aber zweidimensional kann man dies etwa zu Klaus Auerbachs Pastellminiaturgemälden nachvollziehen. Da changiert etwa ein Auenwald zwischen realitätsnaher Nachzeichnung und abstrahierendem Moment. Fast noch stärker findet sich dies auf Bildern wie "Im Gebirge" oder "Tundra nachts".

Nicht minder ziseliert sind die Bilder von Jelena Markovic. Manfred Schwarz sieht in den Werken "verspielte Linien, Schattierungen, Maschen und Strukturen". Wie Gegenstücke dazu erscheinen die Bilder von Björn Ahston und Barbara Weise. Ahston sucht in seinen Gouache-Bildern die Vielfarbigkeit und betont in den Werken von 1988 die geschwungene Form. Bei Barbara Weise ist es mehr der spielerische wie ironische Umgang mit dem Klischee. So sind ihre "röhrenden Hirsche" klar gegen die Bilder spießbürgerlicher Wohnzimmer gerichtet.

Iris Konle fertigt Tierporträts als Auftragsarbeiten. Neben Hunden sind es Wildtiere. Für Porträts und Aktmalerei hat Karin Mattheus die dafür ungewohnte Form des Aquarells gewählt. Dadurch tendieren manche Bilder mehr in den Bereich der Farbflächen oder des Verschwimmens der Konturen. Die scheinbar abstrakten Welten von Erika Reis-Skuin gehen den umgekehrten Weg und offenbaren eine, so Manfred Schwarz, "Auseinandersetzung mit dem künstlerisch geschauten Wesentlichen der Natur".

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