Völlig losgelöstes All-erlei

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat um Fossilien gebeten, die Alexander Gerst mit auf seine Weltraummission nehmen soll. HT-Leser haben Vorschläge gemacht. Eine Glosse.

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Alexander Gerst war während seiner letzten ISS-Mission im siebten Fußball-Himmel: Deutschland wurde Weltmeister.  Foto: 

Wenn der gebürtige Künzelsauer Alexander Gerst im nächsten Jahr erneut zu einer Weltraummission aufbricht, soll er auch ein Souvenir aus Hohenlohe mit an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) ins Weltall nehmen. Die Stadtverwaltung Künzelsau hatte deshalb in einem Wettbewerb um kleine fossile Fundstücke gebeten. Bis zum Einsendeschluss haben 17 Teilnehmer mehr als 30 Stücke eingereicht, darunter waren laut Stadtverwaltung, die am 22. Juni den Sieger küren will, sogar versteinerte Schrauben.

Eigentlich praktisch, sollten die Schrauben passen, was wir aber leider nicht wissen, da keiner aus der HT-Redaktion bislang schon auf der ISS war. Wir bezweifeln es aber, schließlich sind schon die Steckdosen im Ausland oft anders. Und man braucht gar nicht so weit zu gehen, betrachtet man nur die unterschiedlichen Steckeranschlüsse für Handyladekabel. Hat man da kein gängiges Modell und bräuchte unterwegs ein Leihteil, fühlt man sich auch oft wie ein Außerirdischer.

Alternative Vorschläge

Fliegen die Schrauben also nur herum, tun sie nur eines: weh, wenn man sie im All an den Kopf bekommt. Viel besser waren da die Vorschläge, die HT-Leser auf unseren Aufruf hin gemacht haben. Maultaschen und Spätzle – wegen der Schwerelosigkeit und einer möglichen Sauerei nur mit wenig Soße – waren dabei, die fliegen, wenn sie gut sind, höchstens kurz durch die Raumfähre. Ebenso Wibele, „als Nervennahrung“, so die Begründung. Falls Gerst keine passende freie Steckdose findet, denken wir. Genannt wurde zudem Bier und Most, manch einer wollte aber nur eine leere Flasche geben. Besonders gut gefallen hat uns aber der Vorschlag, einen Bausparvertrag mitzugeben. Man muss schließlich an die Zukunft denken. Denn viel Zeit auf der Erde bleibt uns nicht mehr, hatte Stephen Hawking neulich verkündet.

In ein paar hundert Jahren könnten also unsere hier zurückgelassenen Alltagsgegenstände Fossilien sein. Und wir in Häusle (mit Kehrwoche natürlich!) auf dem Mond leben. Mit einheitlichen Steckdosen.

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