Virtuos und klangvoll

Gitarrenmusik vom Feinsten präsentierte Maximilian Mangold am Sonntag in der Auferstehungskirche. Trotz der unklaren Witterung kamen viele Zuhörer zu dem Konzert mit dem Titel "Bach meets Mexiko".

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Bereits zum sechsten Mal konzertierte der Gitarrenvirtuose aus Leimen in der Kirche, die er wegen ihrer Akustik schätzt. Sieben CDs hat er dort eingespielt, im Juni folgt die achte. Der sympathische Gitarrist sucht den Kontakt zu seinen Zuhörern.

Während er spielt, ist er ganz in seine Musik versunken. Ohne ein einziges Notenblatt, mit geschlossenen Augen, spielte er ein überaus anspruchsvolles Programm. Die Musik schien direkt aus dem Herzen in die Finger zu fließen. Mangold hatte dieses Mal ein außergewöhnliches Programm vorbereitet: Unter dem Titel "Bach meets Mexiko" spielte er Werke von Johann Sebastian Bach und Manuel Maria Ponce.

Die zwei barocken Sonaten hatte Bach ursprünglich für Violine solo komponiert. Auf der Gitarre klangen sie frisch und ungewöhnlich. Mangold spielte sehr präzise und legte besonders in die langsamen Sätze viel Gefühl. Die schnellen Sätze waren perlend und von einer technischen Raffinesse, die einen nur staunen ließ.

Die drei Sonaten des mexikanischen Komponisten Ponce setzten einen modernen Akzent. Ponce lebte von 1882 bis 1948. Er studierte in Mexiko, Italien und Deutschland. Nach seiner Rückkehr nach Mexiko unterrichtete er, in den 1920er Jahren ging er nach Paris. Ponce war befreundet mit dem Gitarristen Andres Segovia, und so nehmen Kompositionen für Gitarre großen Raum in seinem Werk ein. Er ist weniger von der lateinamerikanischen Folklore als vielmehr von den französischen Impressionisten wie Debussy und Ravel beeinflusst.

Die Musik klang sehr elegant und hatte mit leicht dissonanten Klängen einen Hauch von Jazz. Durch die Oberschwingungen bei Flageoletttönen schuf Mangold immer wieder eine geheimnisvolle, sphärische Atmosphäre. Die "Sonata Mexicana" und "Sonatina Meridional" hatten mehr südländischen Esprit; bei der lebhaften Tanzmelodie schlug Mangold temperamentvoll die Saiten an.

Die Zuhörer waren sehr beeindruckt von der Virtuosität Mangolds, der ihnen als Zugabe eine leichtfüßige Segeduilla mitgab.

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