Viel Licht, wenig Schatten

2014 ist für die Handwerks-Betriebe in Heilbronn-Franken weitgehend positiv zu Ende gegangen. Das zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer zum vierten Quartal.

|
Vor allem für die verbrauchsnahen Gewerke bleiben die Aussichten günstig, denn die gesunkenen Energiepreise setzen in den Budgets der Haushalte mehr Mittel für andere Verwendungen frei. Archivfoto

Die Konjunkturaussichten für die deutsche Wirtschaft sind gut - Ökonomen bestätigen ihr beste Chancen auf ein ähnlich hohes Wachstum wie 2014. Die Handwerksbetriebe aus Heilbronn-Franken schließen sich dieser Auffassung an und blicken zuversichtlich in das noch junge Jahr.

So zeigt die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer: Steigende Umsätze zum Jahresende sorgten bei den heimischen Handwerksbetrieben für eine weiterhin hohe Investitionsbereitschaft.

Knapp 60 Prozent der befragten Handwerker haben in den letzten Monaten in ihren Betrieb investiert - fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere Investitionen in den kommenden Monaten planen 47,2 Prozent der Betriebe. Rund 15 Prozent wollen dafür mehr Geld in die Hand nehmen als im Vorjahr. "Dass die Handwerker ihre steigenden Umsätze wieder in ihre Betriebe investieren, ist typisch. Bodenständigkeit und langfristige Planung zeichnen das Handwerk schließlich aus", weiß Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Weniger erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den Beschäftigtenzahlen: Ende 2014 wurden mehr Stellen abgebaut als neue geschaffen. "Vielleicht sehen wir hier schon die ersten Reaktionen auf den seit diesem Jahr gültigen Mindestlohn, der durch die umfangreiche Dokumentation der Arbeitszeiten vielen Betrieben die Buchhaltung extrem erschwert", mutmaßt Bopp.

Grund zur Freude gebe die stabile Geschäftslage: Weit mehr als die Hälfte der Handwerksbetriebe waren mit ihren Geschäften am Jahresende zufrieden. Und auch für das laufende Jahr überwiegt eine optimistische Grundhaltung: Fast 60 Prozent der befragten Betriebe aus Heilbronn-Franken glauben, dass die Geschäftslage gut bleibt. Über zu wenig Arbeit konnten sich die Betriebe am Ende des letzten Jahres nicht beschweren. Über ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet waren mit 14,1 Prozent genauso viele Betriebe wie im Vorjahr. Über zwei Drittel sind gut bis sehr gut ausgelastet. Die Zahl der Betriebe, die noch freie Kapazitäten haben, hat sich in einem Jahr fast halbiert.

Erfreulich hätten sich aus Sicht des Handwerks auch die Umsätze in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres entwickelt. So meldeten 42,8 Prozent der Betriebe steigende Umsatzzahlen, während 13,5 Prozent einen Umsatzrückgang hinnehmen mussten.

Die Auftragslage der Betriebe hat sich leicht verbessert

Perspektive Die Auftragslage im regionalen Handwerk hat sich insgesamt leicht verbessert. Zwar hatten nur noch 31,3 Prozent der Betriebe mehr Auftragseingänge (Vorjahr: 35,5 Prozent), gleichzeitig beklagten aber auch nur noch 15,2 Prozent der Befragten weniger Aufträge (Vorjahr: 20,6 Prozent). In der Zukunft erwartet fast ein Viertel der Betriebe (23,8 Prozent) weniger Aufträge.

SWP

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Verleihung des Comburg-Literaturstipendiums

Zum zehnten Mal haben die Landesakademie Comburg und die Stadt Schwäbisch Hall das Comburg-Literaturstipendium vergeben. Autor Tilman Rammstedt nimmt die Ehrung im Ratssaal entgegen. weiter lesen