Vereine werben um Unterstützung

Die Gemeinde Michelfeld will das ehrenamtliche Engagement bei den örtlichen Vereinen fördern. Bei einem Info-Tag am 22. April stellen sich die Vereine vor. Verbunden wird die Veranstaltung mit einem Ü55-Treff.

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In der Gemeinde Michelfeld gibt es 29 Vereine und Gruppen. Viele Möglichkeiten also, sich im gesellschaftlichen Leben einzubringen, zu unterstützen, aber auch um in Kontakt zu kommen. Beim sogenannten Marktplatz des ehrenamtlichen Engagements wird dafür eine Plattform geschaffen. Vereine und Gruppen stellen sich den Mitbürgern vor und erzählen, in welchem Bereich sie Hilfe gebrauchen könnten: beispielsweise beim Sportverein die Jugendlichen zum Auswärtsspiel fahren. Oder in der Grundschule bei der Ausgabe des Mittagessens helfen. Oder ein Lesepate werden. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich viele Leute nicht langfristig an eine Aufgabe binden wollen, sie aber gerne ab und zu helfen würden", erzählt Bürgermeister Wolfgang Binnig. So entstand die Idee für den Marktplatz des ehrenamtlichen Engagements.

Verbunden werden soll dieser Marktplatz mit dem ersten Ü55-Treffen. Bisher findet im Herbst immer an einem Sonntag der Seniorennachmittag in Zusammenarbeit mit der Kirche statt. Dieser soll auch beibehalten werden. Im Frühjahr wollte die Gemeinde einen kommunalen Seniorentreff anbieten. "Das wurde aber nicht wirklich angenommen", sagt Binnig. Daher nun die neue Idee, im Frühjahr den Ü55-Treff anzubieten. "Dabei wollen wir die Aktivität der Senioren fördern, Begegnungen ermöglichen und aufzeigen, was es alles an Sportmöglichkeiten oder Vereinsaktivitäten in der Gemeinde gibt", zählt der Bürgermeister auf. Der Treff richtet sich aber an alle Altersgruppen. Ein Austausch der Generationen ist erwünscht.

Am 22. April beginnt der Treff um 18 Uhr in der Michelfelder Steinäckerhalle. Neben freiem Eintritt wird Unterhaltung geboten, es gibt beispielsweise eine Weinprobe. "Wir sehen das ganze als Versuch und sind gespannt, was dabei herauskommen wird", sagt Wolfgang Binnig. Zusammen mit den Familienbeauftragten der Gemeinde, Gabriela Uebel und Annette Huber, hat sich der Rathauschef das Programm überlegt und bei den Vereinen und Gruppen viel Werbung gemacht. Die Resonanz sei bisher sehr positiv gewesen. "Es gibt ein großes Potential und das müssen wir jetzt erschließen. Es ist gut und wichtig zu sehen, wo die Gruppen und Vereine dringenden Bedarf an Unterstützung haben", verdeutlicht der Bürgermeister.

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