Verbindungsstraße am Gewerbepark West wird gebaut

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Verkehr Archiv  Foto: 

Wer an einem Samstagmorgen vom Gewerbepark West rüber in die Stadtheide fahren will, kurbelt den Wagen durch mehrere Kreisverkehre, bleibt an manchen Stellen im Stau stecken.  Immer mehr große Firmen haben dort ihre Betriebe ausgebaut. Und immer mehr Geschäfte öffnen ihre Pforten für Kunden. Zudem wird das neue, interkommunale Gewerbegebiet am Wilhelm-Heller-Ring schnell bebaut. Wer dort länger nicht mehr vorbeigefahren ist, reibt sich die Augen: Viele Gebäude wachsen dort in kurzer Zeit nach oben.

Abhilfe ist in Sicht

Die schmalen Wege kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Das soll sich mit dem Bau der Planstraße 2 ändern. „Es gibt eine erfreuliche Entwicklung“, kündigt Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim im jüngsten Bau- und Planungsausschuss an. Das Land will die Straße bezuschussen, die vom Wilhelm-Heller-Ring an der Rückseite des Knasts und am Heidsee vorbei zum Modepark Röther führt. „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Zubringerstraße vom Gewerbepark West zur B 14 in das Förderprogramm 2017 aufgenommen wurde“, schreibt Verkehrsminister Winfried Hermann. Der Grünen-Minister gibt seinen Segen für einen Straßenneubau. In den vergangenen Jahren war er schon mal dafür kritisiert worden, den Straßenbau zu verzögern.

„Wir erhalten erhebliche Zuschüsse“, betont OB Pelgrim. Wie hoch die genau seien, will Nikolaos Sakellariou (SPD) wissen. Das Land will rund die Hälfte der Kosten bezahlen. Allerdings nur die des förderfähigen Teils des Projekts. Die Kostenermittlung von BIT-Ingenieure AG schätzt die reinen Bauwerkskosten für die Planstraße 2 auf  4,64 Millionen Euro brutto. Gemäß Zusage zur Aufnahme in das Förderprogramm ist von einem Zuwendungsbetrag von zirka  2 Millionen Euro auszugehen, teilt die Stadtverwaltung mit. Allerdings kommen noch Planungskosten dazu, die das Land nicht fördert. Daher geht die Stadt Schwäbisch Hall mit 6,8 Millionen Euro in Vorleistung, plant und baut die Straße. Hinterher wird ein Teil des Betrags mit Mitteln des Landes (2 Millionen Euro) und auch aus Michelfeld ausgeglichen. Denn der Bau einer neuen Kreuzung im Bereich Modepark Röther/Leccor Leuchten an der B 14 ist Teil des Plans. Der Hauptstrom des Verkehrs ins Kerz führt dann über die neue Kreuzung. Die jetzige Einfahrt ins Gewerbegebiet beim McDonald’s bleibt geöffnet, soll aber weniger häufig befahren werden als die neue Hauptkreuzung.

Fahrbahn wird eben

Teil der Vereinbarung ist auch: Der komplette Belag der Bundesstraße zwischen dem Ortsausgang von Hall und dem Ortseingang von Michelfeld wird erneuert. Das ist mit 500 000 Euro in den Gesamtkosten mit drin und laut Tiefbauamtsleiter Reinhold Goisser keine große Sache. Schließlich werde nur die Deckschicht abgefräst und nicht etwa der Unterbau angegriffen. Wie die Umleitungsregelung dieser vielbefahrenen Straße dann erfolge, das müsse man noch genau planen. Schon 2017 muss es mit den ersten Arbeiten für den Bau der Planstraße 2 losgehen, um die Förderung vom Land zu erhalten. Die Deckschichterneuerung soll 2018 erfolgen. Pelgrim freut sich, dass mit Landesmitteln nun kommunale Anliegen mitfinanziert werden: „Flächen, die wir ausgewiesen haben, können dann  vermarktet werden.“ Vorgesehen ist, dass der Gewerbepark in südlicher Richtung wächst.

Kerz heißt das Gewerbegebiet auf Michelfelder Gemarkung, das an die Haller Stadtheide grenzt. Es hat seit 1996 eine äußerst positive Entwicklung genommen, schreibt Michelfelds Bürgermeister Wolfgang Binnig. „Wir profitieren heute in ganz vielfältiger Weise davon. Gab es bis Mitte der 1990er Jahre lediglich rund 350 Arbeitsplätze in der Gemeinde, so sind es inzwischen 1500, über 1000 alleine im Kerz.“

Die Stadtheide ist eines der ältesten Gewerbegebiete Schwäbisch Halls. Die über 100 Hektar große Fläche im Westen von Schwäbisch Hall grenzt an Heimbach an. 

Gewerbepark West wird die neueste Erweiterung von Stadtheide und Kerz genannt. Ab 2013 siedelten sich dort Unternehmen auf der 55 Hektar großen Fläche an, die Schwäbisch Hall, Michelfeld und Rosengarten zusammen entwickelt haben. In kürzester Zeit sind zum Beispiel der Lidl-Markt, das VW-Nutzfahrzeugzentrum, die Württembergische Drahtwarenfabrik, der Baustoffhandel des Hagebaumarkts, das Verteilzentrum der Post, das Deutsche Rote Kreuz und viele mehr heimisch geworden. tob

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