Untermünkheim unterliegt im Verfahren gegen Metzger-Neubau

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Das Logistikzentrum der Spedition Metzger bei Neu-Kupfer ist Gegnern ein Dorn im Auge.  Foto: 

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat sein Urteil im Prozess zwischen der Gemeinde Untermünkheim und dem Hohenlohekreis gesprochen: Es gibt dem Landratsamt recht, die Baugenehmigung für das Logistikzentrum des Spediteurs Metzger im Kupferzeller Gewerbegebiet Greut bei Neu-Kupfer so wie sie ist ordentlich erteilt zu haben.

Eigenes Wassergutachten

Die Nachbargemeinde im Kochertal hatte vor allem die Richtigkeit der Berechnungen für das anfallende Regenwasser angezweifelt, das in einen Bach abgeleitet wird. Der Untermünkheimer Gemeinderat hatte deshalb eine eigene Untersuchung vornehmen lassen, wollte die Gefahr von Überschwemmungen beweisen und ist damit vor den Kadi gezogen. Das Stuttgarter Gericht erkannte allerdings das von der Gemeinde Kupferzell bereits im Baugenehmigungsverfahren beauftragte Gutachten des Büros Nussbaum als schlüssig an - und wies damit die Beschwerden der Nachbarn zurück.

Untermünkheims Bürgermeister Christoph Maschke will sich dazu noch nicht ausführlich äußern. „Damit wird sich der Gemeinderat am Mittwoch in der öffentlichen Sitzung befassen“, erklärt er dies.

Das Gremium sei für weitere Entscheidungen und Kommentare wegen des Urteils zuständig. Nächste Woche werde erarbeitet, wie man weiter vorgehen solle. Die Kommune stehe im Kontakt mit ihrem Anwalt.

Alle Möglichkeiten offen halten

Allerdings habe man bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt. „Um uns alle Möglichkeiten offen zu halten und um die Einspruchsfrist nicht verstreichen zu lassen“, so der Schultes. Schließlich sei das Urteil in der Sommerpause eingetroffen, in welcher der Gemeinderat keine Sitzungen geplant hatte. „Ansonsten gibt es von mir keine weiteren Kommentare“, stellt er klar.

Befürchtungen angezweifelt

Sein Kupferzeller Amtskollege Joachim Schaaf ist da schon etwas gesprächiger. „Wir sind froh, dass das Verfahren nun abgeschlossen ist“, lautet sein Kommentar. Es sei nun geklärt, dass die Wasser- und Abwassersituation im Gewerbegebiet so in Ordnung sei. Schon immer habe er die Untermünkheimer Befürchtungen angezweifelt. „Da ist immer von mehreren Überschwemmungen gesprochen worden. Das waren vielleicht Berechnungen, die aber nicht den Gegebenheiten entsprechen“, meint er.

Die Nachbargemeinde habe dies eben nun noch rechtlich prüfen lassen wollen. „Das ist auch ihr Recht“, sagt Schaaf. Aber das Verfahren habe nun einfach gezeigt, dass die hydraulischen Berechnungen der Kupferzeller richtig gewesen seien, auch die Baugenehmigung, die der Landkreis deshalb erteilt habe.

„Und nun können wir in Ruhe den Bebauungsplan für das Gebiet Greut auf den Weg bringen“, nennt der Schultes das weitere Vorgehen. Den schiebt die Gemeinde nun nach – allerdings hat Untermünkheim auch dazu schon Einsprüche eingelegt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis hält sich in seiner angeforderten schriftlichen Stellungnahme zu der Entscheidung äußerst kurz: „Gegen eine Baugenehmigung vom Landratsamt Hohenlohekreis wurde Klage eingereicht. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat in seinem Urteil die Rechtsauffassung des Landratsamts bestätigt“, lautet sie.

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