Über weißes Gold und Siedensrente

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Beim Schausieden in der Hütte hinter dem HFM.  Foto: 

Ausgrabungen belegen, dass bereits um 500 vor Christus eine keltische Saline im Bereich der heutigen Haller Altstadt entstand. Im 12. Jahrhundert wurde die Gegend um den heutigen Haalplatz das Zentrum der wachsenden Siedlung. In den folgenden Jahrhunderten war die Solequelle die Grundlage für den Reichtum der Stadt. Durch den ausgedehnten Salzhandel nahm sie eine bedeutende Position im süddeutschen Raum ein. Die Salzproduktion in Hall endete 1924, wie es in einer Mitteilung heißt.

Trinkstube auf Epinalplatz

Beim Tag des Salzes am Sonntag, 8. Oktober, lebt die mittelalterliche Tradition der Salzgewinnung wieder auf. Von 11 bis 17 Uhr werden die Siedeknechte bei einem Schausieden in der Hütte hinter dem Hällisch-Fränkischen-Museum in einer nachgebauten Siedepfanne aus Haller Sole richtiges Salz gewinnen. Parallel bewirtet die Gruppe „Haalunkel“ auf dem Epinalplatz die Trinkstube „Zum Schwarzen Hannes“. Hier tritt um 12 Uhr die Gruppe „Haalgschrey“ auf.

Um 11 Uhr führt ein Haller Salzsieder durch die Stadt, Treffpunkt ist am Marktplatz. Um 11.30 Uhr tritt auf der Kocherinsel Grasbödele die Bürgergarde Ellwangen auf. Die „Haalunkel“ führen um 13 und um etwa 16 Uhr am Epinalplatz jeweils eine Salzhandelsszene auf.

Das Haalamt, das frühere Haalgerichtshaus der Sieder neben dem Haalplatz, ist am 8. Oktober von 14 bis 16 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier gibt es Einblicke in die genealogischen Stammbücher, nach denen heute noch die „ewige“ Siedensrente berechnet wird.

„Das Weiße Gold von Hall“ – so lautet der Titel einer öffentlichen Führung durch die Abteilung „Hall und das Salz“ im Hällisch-Fränkischen-Museum. Beginn ist um 14.30 Uhr. Treffpunkt ist an der Museumskasse. Zum Abschluss, um 15 Uhr, tanzen und musizieren der Große und der Kleine Siedershof gemeinsam auf der Kocherinsel Grasbödele.

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