Udo Stein übernimmt Vorsitz der Kreis-AfD

Der Kreisverband Hohenlohe/Schwäbisch Hall der Alternative für Deutschland (AfD) hat bei einer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Inhaltlich wurde nicht diskutiert.

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Rund 20 AfD-Mitglieder und Interessenten haben sich am Dienstag im Schlosshotel Döttingen zur Kreismitgliederversammlung getroffen. Der Grund: Charles Reiser aus Mulfingen, der den Kreisverband vor anderthalb Jahren mitgegründet hat und seither der Vorsitz innehatte, will sich aus privaten und beruflichen Gründen von dem Posten zurückziehen.

Reiser sprach in seinem letzten Rechenschaftsbericht davon, dass man in recht kurzer Zeit einiges erreicht hätte. "Politische Anfänger" hätten beispielsweise an zahlreichen Wahlständen viele Menschen erreicht. Mittlerweile hätte der Kreisverband, der die Wahlkreise Hohenlohe und Schwäbisch Hall umfasse, rund 60 Mitglieder. "Das sind mehr als die FDP", so Reisser.

Als Wahlleiter hatte sich die Kreis-AfD den Heilbronner Kreissprecher Hartmut Stoltenberg eingeladen. Dieser schritt nach den Formalien schnell zur Tat. Die Versammlung bestimmte einstimmig, dass ein Sprecher, also ein Kreisvorsitzender, zwei Stellvertreter, drei Beisitzer, ein Schatzmeister und zwei Kassenprüfer gewählt werden sollen. Der Vorschlag für drei Beisitzer kam aus der Versammlung. Dadurch solle auch der Raum Crailsheim besser vertreten werden. In geheimer Wahl wurde dann der neue Vorstand "ins Amt gehievt", wie es Stoltenberg ausdrückte.

Udo Stein aus Bühlertann ist als Nachfolger von Charles Reiser gewählt worden. Seine beiden Stellvertreter sind Anton Baron aus Niedernhall und Walter Gebert aus Öhringen. Als Beisitzer bestimmte die Versammlung Andreas Setzer aus Untermünkheim, Axel Thüre aus Gaildorf und Martin Bürner aus Schwäbisch Hall. Stefan Lay aus Schwäbisch Hall fungiert als neuer Schatzmeister. Ihm zur Seite stehen als Kassenprüfer Thomas Hartmann aus Gaildorf und der ehemalige Vorsitzende Charles Reiser. Hartmann war nicht vor Ort, er muss seine Wahl somit noch schriftlich annehmen. Wahleiter Stoltenberg stellte noch fest, dass der neue Vorstand eine Kassenprüfung vornehmen müsse. Im Vorfeld hatte es durch eine Erkrankung des Kassenprüfers Verzögerungen gegeben. Es stände noch eine Personalie aus, hieß es: Man suche einen Pressesprecher.

Kreisverband stellt einen Delegierten

Inhaltlich hat es nach den Wahlen des neuen Kreisvorstands nicht viel zu hören gegeben. Zwar wurde in kurzen Redebeiträgen betont, dass man sich von Berufspolitikern abgrenzen wolle, man sich aus Sorge um den Euro in der AfD engagiere oder eine konservative Politik wie die der CDU von vor zehn Jahren wünsche, aber programmatische Punkte wurden ausgespart. Walter Gebert regte noch an, eine Aufstellungsversammlung einzuberufen, bei der Delegierte für die Vertretung des Kreisverbands bei Parteitagen bestimmt werden sollen. Auf Bundesebene habe man beispielsweise mit rund 60 Mitgliedern Anspruch auf einen Delegierten. Außerdem solle dann auch über Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr entschieden werden. Udo Stein unterstützte den Vorschlag.

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