Trainerin der Debattier-Nationalmannschaft gibt Workshop an Haller Gymnasium

Elftklässler des Haller Wirtschaftsgymnasiums bekamen vor kurzem Besuch von Laura Alviz. Sie trainiert die Debattier-Nationalmannschaft.

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Die Schüler der Pro- und der Contra-Seite sitzen sich gegenüber.    Foto: 

„Hi guys!“ Laura Alviz begrüßt die vier Jungs und vier Mädchen der Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasiums, die das Profil Finanzmanagement gewählt haben. Sie ist kaum zwei Jahre älter als die Schüler, aber kumpelhaft und gleichgesinnt wird es heute nicht zugehen. Laura Alviz ist seit drei Jahren Mitglied im Debattierclub in Stuttgart und trainiert die Nationalmannschaft.

Sie schließt ihren Laptop an den Beamer an – los geht’s. Auf Englisch. Das ist die Sprache beim Debattieren. Ziel ist schließlich, an internationalen Wettbewerben teilzunehmen. Alviz war letztes Jahr dabei – in Singapur. Obwohl sie „nie länger als eine Woche in einem englischsprachigen Land war“, ist ihr Englisch flüssig und sehr schnell. Die Schüler müssen sich konzentrieren. Wer jetzt nicht zuhört, kennt später die Regeln nicht. Denn gleich müssen sie selber ran – eine Runde Debattieren steht an.

Kurz darauf wissen die Schüler, wie es geht: Es gibt eine Pro- (Proposition) und eine Contra-Seite (Opposition), bestehend aus jeweils drei Rednern und am Ende einem, der alles zusammenfasst und eine Art Urteil bildet. Jeder hat nur eine bestimmte Zeit, um sein Statement vorzutragen, dann ist die Gegenseite an der Reihe. Diese sollte dann erst einmal auf das Argument des Gegners eingehen.

Eine halbe Stunde erklärt Laura Alviz das System. Hinterher rauchen die Köpfe. Aber dann geht es erst richtig los. Die Schüler dürfen sich eines von vier Themen aussuchen. Es ist also eine improvisierte Debatte. Die Teilnehmer können sich im Vorfeld nicht vorbereiten. Internetnutzung ist während der Debatte verboten. Sie wählen das zu diskutierende Thema: „Sollten Unternehmen verpflichtet werden, Praktikanten zu bezahlen?“ „Eins, zwei, eins, zwei...“, zählt Laura Alviz durch. Eins ist pro, zwei ist contra. Keine Wahl. Man entscheidet nicht frei entsprechend seiner Meinung. Das ist das Interessante beim Debattieren. Man wird auf die Pro- oder Contra-Seite festgelegt und muss seine ganze Überzeugungskraft und Leidenschaft einsetzen, um für ein Thema zu plädieren, obwohl man vielleicht eigentlich eine ganz andere Meinung vertritt. „Da muss man ja brutal spontan sein“, bemerkt Kai.

Die Schüler haben eine Viertelstunde Zeit, sich vorzubereiten. Sie stecken die Köpfe zusammen. „Wie heißt das auf Englisch?“, ist immer wieder zu hören.

Viel zu früh sagt Laura Alviz: „Okay boys and girls, we start now!“ Sie setzen sich an einem Tisch gegenüber, vier gegen vier, Pro gegen Contra.

Nacheinander steht jeder auf und bringt sein Argument. Asya als zweite Sprecherin zögert. „Go on“, ermuntert sie Alviz. „Aber ich muss doch erst die anderen fertig machen“, sagt sie unsicher. Natürlich, das haben sie eben gelernt: Erst muss das Argument des anderen widerlegt werden. Na gut, es ist nur Training. „Just go on“, sagt Alviz. Wenn es doch nur auf Deutsch wäre! Man merkt den Schülern das sprachliche Hemmnis an.

„Am Anfang ist das sehr schwer“, sagt Alviz, „im Laufe der Zeit werdet ihr immer besser werden.“ Sie regt an, mal bei einer Meisterschaft zuzuschauen. „Das machen wir auf jeden Fall“, sagen beim Rausgehen Irem und Asya, „mit oder ohne Klasse. Ich würde das voll gerne können.“

Begriffserklärung Debattieren heißt: Stellung beziehen, Gründe nennen, Kritik vortragen – gegen- und miteinander.  www.schoolsdebate.org

Klug debattieren – Tipps und Tricks für „Newbies“

Wer glaubt, Debattieren sei einfach, der irrt. Hier ein paar nützliche Kniffe, die Anfängern helfen können, zu überzeugen.

 

Erste Schritte Definiert der Sprecher wichtige Begriffe des Themas oder erklärt, aufgrund welches Konfliktes die Diskussion überhaupt geführt wird, liefert das eine Basis für die folgende Debatte. Ein fesselnder Einstieg gewinnt die Aufmerksamkeit des Publikums.

 

Argumentation Es ist wichtig, mit Beispielen zu arbeiten. Diese sollten die logische Erklärung nur unterstützen, nicht ersetzen. Ein Argument muss mit einer oder mehreren Konsequenzen verknüpft werden. Warum ist ein Sachverhalt schlecht und für wen, warum ist er gut und für wen?

Gegenargumentation Hier darf der Sprecher eigene Prioritäten setzen. Stützt ein Argument die Position des Gegners sehr, so muss es ausführlich entkräftet werden. Schwache Argumente sollten ebenfalls attackiert werden. Auf diese kann der Sprecher jedoch weniger Zeit verwenden als auf wichtige, da sie die Gesamtaussage weniger stützen. laz

dfsdf

Klug debattieren – Tipps und Tricks für „Newbies“

Wer glaubt, Debattieren sei einfach, der irrt. Hier ein paar nützliche Kniffe, die Anfängern helfen können, zu überzeugen.

 

Erste Schritte Definiert der Sprecher wichtige Begriffe des Themas oder erklärt, aufgrund welches Konfliktes die Diskussion überhaupt geführt wird, liefert das eine Basis für die folgende Debatte. Ein fesselnder Einstieg gewinnt die Aufmerksamkeit des Publikums.

 

Argumentation Es ist wichtig, mit Beispielen zu arbeiten. Diese sollten die logische Erklärung nur unterstützen, nicht ersetzen. Ein Argument muss mit einer oder mehreren Konsequenzen verknüpft werden. Warum ist ein Sachverhalt schlecht und für wen, warum ist er gut und für wen?

Gegenargumentation Hier darf der Sprecher eigene Prioritäten setzen. Stützt ein Argument die Position des Gegners sehr, so muss es ausführlich entkräftet werden. Schwache Argumente sollten ebenfalls attackiert werden. Auf diese kann der Sprecher jedoch weniger Zeit verwenden als auf wichtige, da sie die Gesamtaussage weniger stützen. laz

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