Tierschützer retten 39 verwahrloste Katzen

Aktion: Helfer holen die Tiere aus einem Haus in Hall. Babys werden nun mit der Flasche aufgezogen.

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Ehrenamtliche Helfer holen Katzen aus einem Haus in Hall.  Foto: 

Der Tierschutzverein Schwäbisch Hall hat gemeinsam mit der Tierrettung Odenwald-Hohenlohe in der vergangenen Woche im Neustrelitzer Weg in Schwäbisch Hall insgesamt 39 verwahrloste Katzen gerettet.

Die Tiere lebten nach Informationen des Tierschutzvereins bereits seit  zwei Jahren in dem und um das Haus. In dieser Zeit waren sie fast vollständig sich selbst überlassen. In der vergangenen Woche spitzte sich die Situation so weit zu, dass der Tierschutz in Hall zunächst neun Katzen im Außenbereich des Hauses mit speziellen Fallen einfing.

Am Vormittag des vergangenen Sonntags begannen zwei Tierschützer aus Schwäbisch Hall dann damit,  die verbliebenen Katzen zu retten. Zwischen 12 und 18 Uhr bekamen sie Unterstützung von neun Ehrenamtlichen der Tierrettung Odenwald-Hohenlohe. Da das Haus durch die Exkremente der Tiere stark verschmutzt war, konnten diese nur mit Schutzanzügen und Atemschutz das Haus betreten. Insgesamt retteten sie dort 30 Katzen mit Keschern und Greifzangen. Für eine Katzenmutter und ihre sechs Babys kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Tierretter konnten sie nur noch tot aus einem Schrank bergen.

Nach ihrer Rettung wurden alle Katzen tierärztlich behandelt. Einige waren durch Bisswunden schwer verletzt. Ein fünf Wochen altes  Katzenbaby kämpft weiterhin um sein Leben. „Die Tiere werden nun in betreuten Futterstellen untergebracht, da alle Katzen verwildert und sehr menschenscheu sind“, erklärt Johanna Schröder vom Tierschutzverein Schwäbisch Hall. Sechs Katzenbabys werden mit der Flasche aufgezogen. Die Rettungsaktion sei noch nicht vollständig beendet, teilte der Tierschutz in Hall mit. Im Haus befinde sich noch eine Katze. Eine Lebendfalle sei aufgestellt, damit auch die letzte Katze in eine gute Betreuung kommt.

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