Thomas Meinecke plaudert im Anlagencafé unterhaltsam über Musik

Wie im Fluge vergehen diese beiden Musik-Stunden: Thomas Meinecke legt im Haller Anlagencafé ein paar Platten auf und spricht über das Gehörte.

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Zwei Plattenspieler auf dem Tisch, dazwischen ein Glas Wein, ein Glas Wasser, dahinter sitzt Thomas Meinecke. Neben dem Autor, DJ und Musiker eine Weinkiste mit Vinyl-Platten. Auf Einladung des Jazzclubs Hall hat Meinecke in seinen Jazzplatten gestöbert - eine kleine spontane Auswahl aus seinem vielleicht rund 15.000 Tonträger umfassenden Fundus, die er im Vorfeld des Jazz-Art-Festivals, das heute beginnt, in Hall rund zwei Dutzend Zuhörern vorstellt.

Meinecke ist ein Jazzkenner, aber kein Purist. Sein munterer Streifzug durch die Musikgeschichte samt Klangbeispielen ist eine groovende und informative Reise. Da scheppern frühe amerikanische Jazzbands teils noch mit Instrumenten aus dem Bürgerkrieg aus den Lautsprechern. In Aufnahmen des Bassisten Charles Mingus erkennt Meinecke Bezüge zu atonaler Kammermusik, bei Bix Beiderbecke hört er das Echo der europäischen Einwanderer. Zudem überwindet Meinecke locker alle Genregrenzen und erkennt auch im Techno den Widerhall afroamerikanischer Jazzmusik: "Man kann Jazz auch programmieren."

Meinecke verfügt über ein enzyklopädisches Wissen und ist immer noch mit brennender Neugier gesegnet - eine eher seltene und sehr angenehme Kombination. Wenn er über Musik spricht, kommt das nicht im dozierenden Wissens-Gestus daher. Vielmehr plaudert er einfach gerne - unterhaltsam und erhellend. Und wenn er sich dabei ertappt, wie der musiktheoretische Exkurs-Gaul mit ihm durchzugehen droht, meint er charmant, "entschuldigt, das Wissen ist manchmal wirklich ein Ballast", und fügt schmunzelnd an - "das Nicht-Wissen aber auch".

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